Kreis Segeberg

Norderstedts Oberbürgermeisterin: „Halten Sie durch!“

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Recyclinghof Norderstedt - Stadt einigt sich mit WZV über Weiterbetrieb BU: Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder: Ich bin froh, dass wir mit dem WZV jetzt eine für beide Seiten gute Vereinbarung getroffen  haben. Foto: Fuchs BU: Gut 110.000 Bürger entsorgen jedes Jahr ihre Abfälle im Recyclinghof Norderstedt. Foto: Fuchs BU: Auch Recyclinghof-Leiter Oliver Zebold freut sich über die Einigung von Stadt und WZV über den Recyclinghof Norderstedt, der immer mehr Kunden anziehe. Foto: Fuchs BU: Raumausstatter Stefan Schäfer entsorgt einmal pro Woche Papier und Teppichreste im Recyclinghof Norderstedt. Im Hintergrund Leiter Oliver Zebold. Foto: Fuchs BU: WZV-Justiziar Nis Nissen: Das ist eine gute Basis für eine langfristige Kooperation mit Norderstedt, damit der Recyclinghof das Erfolgsmodell bleibt, das er ist.“

Recyclinghof Norderstedt - Stadt einigt sich mit WZV über Weiterbetrieb BU: Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder: Ich bin froh, dass wir mit dem WZV jetzt eine für beide Seiten gute Vereinbarung getroffen  haben. Foto: Fuchs BU: Gut 110.000 Bürger entsorgen jedes Jahr ihre Abfälle im Recyclinghof Norderstedt. Foto: Fuchs BU: Auch Recyclinghof-Leiter Oliver Zebold freut sich über die Einigung von Stadt und WZV über den Recyclinghof Norderstedt, der immer mehr Kunden anziehe. Foto: Fuchs BU: Raumausstatter Stefan Schäfer entsorgt einmal pro Woche Papier und Teppichreste im Recyclinghof Norderstedt. Im Hintergrund Leiter Oliver Zebold. Foto: Fuchs BU: WZV-Justiziar Nis Nissen: Das ist eine gute Basis für eine langfristige Kooperation mit Norderstedt, damit der Recyclinghof das Erfolgsmodell bleibt, das er ist.“

Foto: Burkhard Fuchs

Elke Christina Roeder appelliert an Bürger, die Regeln auch an Ostern einzuhalten. 11 neue Fälle im Kreis Segeberg am Donnerstag und Freitag.

Kreis Segeberg.  Die Norderstedter Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder appelliert mit Blick auf die Osterfeiertage an die Menschen der Stadt, die wegen der Coronapandemie erlassenen Regularien einzuhalten. „Halten Sie durch! Wenn auch manche Einschränkung hart zusetzt, so sind und bleiben die Regularien, die verhindern sollen, dass sich das Virus weiter dynamisch verbreitet, alternativlos. Und die Expertinnen und Experten sagen uns, dass all das, was wir uns auferlegen, positive Wirkung zeigt. Also dürfen wir nicht schlappmachen, dürfen nicht vorschnell darauf drängen, alles wieder auf normal zu stellen.“

Das Land habe in der Nacht zu Donnerstag erste Lockerungen der Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben verkündet. So sei es möglich, im privaten Bereich mit bis zu zehn Menschen Ostern zu feiern. Verwandtenbesuche über die Landesgrenze hinweg seien ebenso möglich wie Tagesfahrten innerhalb von Schleswig-Holstein. Diese und weitere Lockerungen, die für die Zeit nach Ostern in Aussicht gestellt seien, könnten aber nur erste kleine Schritte in Richtung Normalität sein, sagt Roeder. Die Bewältigung der Krise sei kein Sprint, sondern ein Marathon. Sie lobt die „vielen schönen Beispiele für spontane Hilfen und Solidarität in unserer Stadt“ und wie Menschen seit Wochen im Dienste anderer ihre Frau und ihren Mann stünden.

180 Personen im Kreis Segeberg mit Corona infiziert

Im Kreis Segeberg gibt es am Donnerstag acht und am Freitag drei weitere bestätigte Covid-19-Fälle. Die Gesamtzahl aller bisher Infizierten steigt damit auf 180. Bei zwei Personen ist die Infektionsquelle unbekannt, alle anderen sind Kontaktpersonen von bekannten Fällen. 331 Personen sind in Quarantäne. Genesen sind 86 Menschen. Eine infizierte Person ist bislang verstorben. 2032 Fälle werden in Schleswig-Holstein verzeichnet (+ 98 zu Donnerstag). 1134 Personen sind genesen. 155 Personen befinden sich in klinischer Behandlung (-1). 39 Todesfälle sind zu beklagen.

Helfer gesucht Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holsteine sucht Altenpflegehelfer, Krankenpflegehelfer und Pflegeassistenten. Angesprochen sind Menschen, die momentan nicht in diesem Beruf arbeiten, aber in der Krise gerne helfen wollen. Die Daten der Freiwilligen werden unverbindlich für einen Freiwilligen-Pool aufgenommen. Erfasst werden die Qualifikation und Erfahrung sowie das Einsatzgebiet. Einsatzorte sollen möglichst nah am Wohnort der Freiwilligen vermittelt werden. Kontakt: 04321/85 44 80 oder pool@pflegeberufekammer-sh.de

Zuschuss Die Landesregierung hat als Teil der Coronahilfen den Darlehensfonds des Studentenwerks aufgestockt. Der Fonds gewährt in Härtefällen zinslose Darlehen von bis zu 735 Euro im Monat für maximal ein halbes Jahr. Dieser Fonds wurde nun vom Land um 100.000 Euro aufgestockt und beträgt insgesamt 185.000 Euro. Antragsberechtigt sind Studierende, die an einer Hochschule in Schleswig-Holstein eingeschrieben sind. Wissenschaftsministerin Karin Prien: „Studierende, die ihr Studium selbst finanzieren, stehen jetzt vor großen Schwierigkeiten. Mit der Aufstockung des Fonds können wir Studienabbrüche verhindern.“ Infos unter studentenwerk.sh.

Famila spendet Kaltenkirchener Tafel Lebensmittel

Andreas Findeisen, Leiter des Famila-Warenhauses in der Stadt Kaltenkirchen, hat jetzt 100 Pakete mit haltbaren Lebensmitteln an Karla Röttger, Vorsitzende der Tafel Kaltenkirchen, übergeben. „Wir haben auf den Hilferuf sofort reagiert und stellen der Kaltenkirchener Tafel die Lebensmittel sehr gern für die Versorgung von Bedürftigen zur Verfügung. Für uns ist dies eine Selbstverständlichkeit in so schwierigen Zeiten“, betont Andreas Findeisen.

Tafel-Chefin Karla Röttger freut sich über die Spende, denn nun könne einigen Personen, die dringend auf die Lebensmittel angewiesenen seien, schnell geholfen werden: „Wir mussten die Tafel ja schweren Herzens schließen, da die meisten der ehrenamtlich Helfenden zur Risikogruppe in der Coronakrise gehören“, sagt Röttger.

Wer Lebensmittel benötigt, kann sich unter der Telefonnummer 04191/95 54 74 bei der Tafel melden, um einen Übergabetermin zu vereinbaren. In besonderen Fällen, wenn Bedürftige nicht mobil sind oder das Haus oder die Wohnung nicht verlassen können, kann auch über das Helfer/-innen-Netzwerk der Stadt Kaltenkirchen eine Lieferung nach Hause erfolgen (telefonisch erreichbar unter 04191/93 94 44, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr).

Pflegestützpunkt an fünf Tagen in der Woche erreichbar

Es sind schwere Wochen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen: Die Tagespflegen sind wegen der Coronapandemie geschlossen, die Pflegeheime lassen keine Besucher hinein, das knappe Personal der Pflegedienste tut ihr Bestes, um Versorgungslücken zu schließen. Doch auch Sorgen und Nöte wachsen in der Krise, Verzweiflung und Überforderung finden fruchtbaren Boden.

Die Berater des Pflegestützpunktes im Kreis Segeberg, Tanja Barthel und Ulrich Mildenberger, schreiben in einer Pressemitteilung: „Rufen Sie uns an. Wir haben auch jetzt ein Ohr für ihre persönliche Situation.“ Gepaart mit fundiertem Fachwissen zu den aktuellsten Bestimmungen der Pflegeversicherung und den neuen MDK-Begutachtungsregelungen bietet der Pflegestützpunkt eine kompetente Beratung an – und das an fünf Tagen in der Woche unter der Telefonnummer 040/528 83 830.

Firma Tesa spendet 100 Kilometer Warnklebebänder

Gegen das Coronavirus gibt es derzeit weder eine Impfung noch ein Medikament. Deshalb nützt vor allem eines: Abstand halten! In vielen Bereichen dienen Bodenmarkierungen hierzu als Hilfe. „Da wir wissen, dass in besonders sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern dringend sogenannte Social Distancing Tapes benötigt werden, die schnell und einfach auf dem Boden zu kleben sind, werden wir diese allen großen Kliniken in Deutschland schenken“, sagt Dr. Norman Goldberg, Vorstandsvorsitzender der Tesa SE in Norderstedt.

Zu den ersten Empfängern des Klebebands gehören unter anderem die Universitätskliniken in Berlin (Charité), Gießen, Marburg und Köln sowie das Klinikum rechts der Isar der TU München. Aus Hamburg stehen beispielsweise das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die Asklepios Klinik Nord und Altona sowie das Albertinen Krankenhaus auf der Liste.

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