Kreis Segeberg

Im Notfall ist in zwölf Minuten der Rettungswagen da

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Svenja Dieckmann, Christian Mandel und Dennis David (v.l.) vor der Rettungswache in Norderstedt.

Svenja Dieckmann, Christian Mandel und Dennis David (v.l.) vor der Rettungswache in Norderstedt.

Foto: Wolfgang Klietz

Der Rettungsdienst-Kooperation (RKiSH) hat sich wegen der Corona-Pandemie umorganisiert. So sollen Kontakte für Sanitäter minimiert werden.

Kreis Segeberg . Um die Kontakte für die Mitarbeiter zu reduzieren, hat die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) an mehreren Standorten Rettungswagen (RTW) und das dazu gehörige Personal ausgelagert. Die Fahrzeuge stehen nicht mehr in den Rettungswachen, sondern an anderen Orten.

In Henstedt-Ulzburg steht das Fahrzeug am Jugendzentrum Henstedt-Rhen, in Bad Bramstedt beim Container neben der Rettungswache, in Kaltenkirchen an der Treuburger Straße. „An allen Rettungswachen der RKiSH wurden Hinweisschilder angebracht, um Corona-Hilfesuchende mit Informationen zu versorgen und das diensthabende Personal zu schützen“, sagt RKiSH-Sprecher Christian Mandel.

Volker Böhm, Fachbereichsleiter Einsatzdienst der RKiSH, sagt zu den Umsetzungen: „Die maximale Kontaktreduktion unter allen Kollegen ist ein grundsätzliches betriebliches Erfordernis. Wir haben neben einer medizinischen auch eine hohe gesellschaftliche Verantwortung.“

Der Zugang zu den Gebäuden sei Betriebsfremden und Mitarbeitern, die nicht im Dienst sind, schon länger nicht mehr gestattet. „Jetzt werden auch die diensthabenden Besatzungen fahrzeugbezogen voneinander getrennt, damit sie möglichst wenig Kontakt zu den anderen Teams haben, um potenzielle Ansteckungen zu vermeiden“, sagt Böhm. Die RKiSH sei als öffentlicher Rettungsdienst ein elementarer Teil der Daseinsvorsorge und nehme diesen Auftrag sowohl gegenüber den Patienten wie auch gegenüber den Mitarbeitern sehr ernst.

„Das bedeutet nicht, dass die angemieteten externen Unterkünfte oder sonstigen Lösungen eine für immer währende Stationierung der Rettungsfahrzeuge bedeuten. Das Netz der vorhandenen Rettungswachen ist grundsätzlich so geplant, dass bei einem Notfallereignis innerhalb von zwölf Minuten ein Rettungsmittel vor Ort sein kann“, sagt Mandel. Ziel aller bisher getroffenen Maßnahmen sei die Aufrechterhaltung der notfallmedizinischen Grundversorgung für die Menschen.

Mandel rief die Bürger außerdem dazu auf, das medizinische Personal bestmöglich vor einer Ansteckung zu schützen: „Klingeln Sie nicht an der Wache, wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, und fahren Sie bitte nicht ohne eine telefonische Rücksprache in ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis.“

( tz )

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