Norderstedt
Literatur

Küstenkrimi – Doppelmord im Naturschutzgebiet

„Küstenrache“ ist der siebte Kriminalroman von Angelika Waitschies (65).

„Küstenrache“ ist der siebte Kriminalroman von Angelika Waitschies (65).

Foto: Angelika Svensson

In „Küstenrache“, dem neuen Roman der Norderstedter Autorin Angelika Waitschies, geht es auch um organisierte Kriminalität.

Norderstedt.  Ein Doppelmord im Naturschutzgebiet – das ist nicht nur ein Fall für die Kriminalpolizei in der Landeshauptstadt Kiel, sondern auch für das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein. Denn dahinter steckt viel mehr als „nur“ ein schweres Kapitalverbrechen. Die Opfer nämlich gehörten zum berüchtigten libanesischen (und fiktiven) Zaidan-Clan aus Lübeck. Und der steht mit Menschen- und Drogenhandel in Verbindung.

Angelika Waitschies schreibt in ihrem siebten Kriminalroman über organisierte Kriminalität: „Küstenrache“ hat sie wieder unter ihrem Pseudonym Angelika Svensson geschrieben. Es erscheint als Taschen- und E-Book im Verlag Droemer Knaur.

Organisierte Kriminalität – kein leichtes Thema, dem sich Angelika Waitschies in ihrem neuen Buch gewidmet hat. Einerseits die beschauliche Landschaft des Kieler Naturschutzgebietes, andererseits die bedrohliche Atmosphäre innerhalb einer kriminellen Gang: Die Norderstedter Autorin hat die Gegensätze zu einem spannenden Gesamtbild verwoben, in dem natürlich auch wie in den anderen Büchern viel Menschlichkeit ihren Raum hat.

Angelika Waitschies hat wie immer gründlich recherchiert

Ihre Stammleser freuen sich nämlich nicht nur auf 336 Seiten mit praller Spannung, sondern auch auf die ganz persönlichen Erlebnisse und Empfindungen der Hauptprotagonisten: Kommissarin Lisa Sanders und Oberstaatsanwalt Thomas von Fehrbach bilden den Kitt, der die einzelnen Geschichten zusammenhält. Das Dienst- und Privatleben der beiden Beamten interessiert mindestens genauso wie die Lösung des komplexen Falles, der alle Beteiligten vor Aufgaben von bisher ungeahnten Ausmaßen stellt.

Angelika Waitschies hat wie immer gründlich recherchiert. „Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit der organisierten Kriminalität“, sagt die Autorin, die sich ein tägliches Arbeitspensum von fünf bis sechs Stunden auferlegt. Im zweiten Band ihrer Krimireihe um Kommissarin Sanders und Oberstaatsanwalt von Fehrbach („Kielgang“) ging es bereits um organisierte Banden. Damals allerdings in der Rockerszene. Aktuell wird bereits die vierte Auflage des Buches verkauft.

Acht Monate hat die 65 Jahre alte Autorin, die vor dem Eintritt in den Ruhestand als Sachbearbeiterin beim Fernsehen des Norddeutschen Rundfunks tätig war, an ihrem neuen Roman geschrieben. Als E-Book ist „Küstenrache“ bereits am 1. März erschienen, die Printausgabe kann vom 1. April an gekauft und gelesen werden.

2021 erscheint der nächste Roman: „Nordwesttod“

Gedanklich ist Angelika Waitschies natürlich schon viel weiter. Zurzeit beschäftigt sie sich intensiv mit einem neuen Kriminalroman, der unter dem Titel „Nordwesttod“ am 23. März des kommenden Jahres erscheinen soll. Er spielt an ihrem Lieblingsort an der Nordsee: in St. Peter Ording, wo eigens eine „Soko St. Peter Ording“ gegründet wird, um Verbrechern auf die Spur zu kommen. Der Kriminalroman ist gleichzeitig ein neuer Abschnitt im Autorenleben der Norderstedterin: Es ist der erste, der im Großverlag HarperCollins erscheint und der erste, den sie unter dem Pseudonym Svea Jensen schreibt.

Damit ist – zumindest für so manchen Außenstehenden – die Verwirrung vermutlich komplett. Denn Angelika Waitschies veröffentlicht inzwischen unter drei Autorennamen: Angelika Svensson, Beeke Dierksen („Schwarze Förde“, erschienen im Oktober 2019 bei emons:) und Svea Jensen. Nur Angelika Waitschies, der wirkliche Name, erscheint auf keinem Buchcover. Da behält vermutlich nur die Autorin selbst den Durchblick.

Bis zum 31. Juli muss sie das Manuskript beim Verlag einreichen, bis jetzt allerdings ist noch nicht einmal die Rohfassung fertig. Aber Angelika Waitschies lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und gibt sich gelassen – denn sie ist Berufsoptimistin: „Das schaffe ich schon.“