Eekholt

Corona-Krise: Wildpark Eekholt kämpft ums Überleben

| Lesedauer: 2 Minuten
In existenzieller Not durch die Corona-Krise: Wolf von Schenck, Geschäftsführer des Wildparks Eekholt, auf dem Gelände in Großenaspe.

In existenzieller Not durch die Corona-Krise: Wolf von Schenck, Geschäftsführer des Wildparks Eekholt, auf dem Gelände in Großenaspe.

Foto: Christopher Herbst

Einrichtung bittet Bürger um Spenden und die Übernahme von Tierpatenschaften, um den Betrieb des Tierparks zu sichern.

Grossenaspe.  Kürzlich hat sich Wolf von Schenck allein ins Fuchsgehege gesetzt, um auf andere Gedanken zu kommen. Doch selbst die Tiere im Wildpark Eekholt würden registrieren, dass etwas nicht stimmt, sagt von Schenck. Denn die Besucher fehlen komplett. Die Einrichtung befindet sich in einer dramatischen Lage. Die zwangsweise verfügte Schließung, die je nach Entwicklung der Corona-Pandemie weit über den 19. April hinaus noch monatelang andauern könnte, hat auch im Falle von Eekholt existenzbedrohende Auswirkungen. Von Schenck spricht offen darüber: „Es hat auf einen Schlag zig Stornierungen von Schulklassen und Kindergärten gegeben, die weit über den 19. April hinausgehen – bis Mai, Juni, Juli.“

Auf Nachfrage erhielt er die Info, dass es einen Erlass des Bildungsministeriums gegeben habe, wonach Buchungen dieser Art sogar bis Ende 2020 untersagt seien. „Das ist sehr weitreichend“, sagt von Schenck. Die Umweltbildung, für die der Wildpark ein großes Ansehen genießt und die mehrfach prämiert wurde, ist zusammen mit den Einnahmen durch Eintrittsgeld das Fundament, damit die privat geführte Einrichtung überleben kann.

„Es sind weit über 10.000 Betreuungseinheiten, die ausfallen. Wir können unser Projektgelände wieder in den Wintermodus fahren, stellen den Strom ab, halten kein Warmwasser vor.“ 40 feste Mitarbeiter, dazu saisonal bis zu 60 Aushilfen arbeiten im Wildpark. „Wir tun alles, damit wir niemanden entlassen müssen“, sagt von Schenck. Kurzarbeit wird für die meisten im Team des Wildparkes unumgänglich sein.

Trotz aller finanziellen Probleme müssen die Tiere weiterhin versorgt, Futter und ärztliche Untersuchungen bezahlt werden. „Das hat jetzt oberste Priorität für uns“, sagt Wolf von Schenck. Doch um all das auf lange Sicht ohne Einnahmen bezahlen zu können, werden staatliche Kredite wohl nicht ausreichen, sagt der Wildpark-Chef. Er appelliert deshalb an die Solidarität der Bürger mit dem Wildpark: Spenden an den gemeinnützigen Förderungsverein oder die Übernahme von Tierpatenschaften seien jetzt wichtig. „Sonst könnte der Wildpark auf Dauer nicht zu retten sein“, sagt von Schenck.

Spenden an den Förderungsverein Wildpark Eekholt e. V., Stichwort „Spende Corona-Krise“, IBAN: DE 7623 0510 3005 1035 4426 (Sparkasse Südholstein) oder online über wildpark-eekholt.de. Tierpatenschaften: 04327/992 30.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Norderstedt