HENSTEDT-ULZBURG

Paracelsus-Klinik – kein Ärztestreik im März

Die Ärzte der Paracelsus-Klinik fordern eine Erhöhung der Bereitschaftsdienstentgelte.

Die Ärzte der Paracelsus-Klinik fordern eine Erhöhung der Bereitschaftsdienstentgelte.

Foto: Christopher Herbst

In dem Henstedt-Ulzburger Krankenhaus ruht der Arbeitskampf aus Rücksicht auf eine mögliche hohe Belastung durch Corona-Patienten.

Henstedt-Ulzburg. An der Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg wird im März nicht gestreikt. Wie berichtet, waren die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und dem Krankenhaus, bei denen es um Bereitschaftsdienstentgelte geht, gescheitert. Zu den Forderungen gehört, dass die Vergütung an das Niveau anderer, insbesondere öffentlicher, Kliniken angehoben werden sollen. Die Gewerkschaft hatte Arbeitskampfmaßnahmen angekündigt, in einer Urabstimmung hatten sich 86 Prozent des ärztlichen Personals dafür ausgesprochen.

Jetzt wird der Streik verschoben. Der Grund: Gibt es durch das Coronavirus ein erhöhtes Patientenaufkommen, bestünde im Streikfall ansonsten die Gefahr einer nicht ausreichenden Betreuung. „Wir müssen vorbereitet sein“, sagt Michael Wessendorf, Vorsitzender des Marburger Bunds Schleswig-Holstein. „Zum jetzigen Zeitpunkt können keine verlässlichen Aussagen zur weiteren möglichen Ausbreitung des Coronavirus getätigt werden. Somit besteht kein Grund zur Panik, aber wir müssen vorbereitet sein. Die Ärztinnen und Ärzte der Paracelsus-Klinik tragen eine hohe Verantwortung für die qualitativ hochwertige Patientenversorgung, die sie sehr ernst nehmen und jeden Tag gewährleisten.“

Die Forderungen blieben davon unberührt. Wessendorf betonte, dass weiterhin gestreikt werden soll, „soweit der Arbeitgeber die zusätzliche Zeit nicht für ein substanziell verbessertes Angebot nutzt“.

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