Kreis Segeberg

Lärmschutzprogramm für Norderstedt wird fortgesetzt

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Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und Flughafen-Chef Michael Eggenschwiuler setzen den Schallschutz für die Norderstedter fort.

Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und Flughafen-Chef Michael Eggenschwiuler setzen den Schallschutz für die Norderstedter fort.

Foto: Michael Penner

Die Stadt und der Flughafen Hamburg setzen das Programm fort, sie investieren 360.000 Euro. Bürger können Fördermittel beantragen.

Norderstedt.  Der Flughafen Hamburg und die Stadt Norderstedt setzen das „Lärmschutzprogramm 8++“ fort. Norderstedter können den Einbau von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern beantragen, sechs Siebtel der Kosten übernehmen der Flughafen und die Stadt gemeinsam, den Rest trägt der Antragsteller. Dieser Anteil liegt laut bisherigen Erfahrungen durchschnittlich bei gut 500 Euro.

„Ich freue mich, dass das Lärmschutzprogramm verlängert worden ist. Dies zeugt davon, dass sich Hamburg Airport als ‚unser‘ Flughafen weiter seiner Verantwortung stellt und sich weiterhin engagiert, den Schallschutz in Wohngebieten rund um den Flughafen zu verbessern“, sagt Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. Vor allem aber freue sie sich, dass das Förderprogramm dazu beitrage, den Lärmschutz in noch mehr Norderstedter Haushalten zu optimieren und die Belastungen durch Fluglärm weiter zu reduzieren.

Insgesamt wird der Fördertopf mit rund 360.000 Euro gefüllt sein. Die Stadt finanziert die Hälfte, der Flughafen die andere Hälfte aus den Einnahmen, die Hamburg Airport mit den von Norderstedt angemieteten Saisonparkplätzen erzielt. Gefördert wird der Einbau von Schallschutzfenstern in Aufenthaltsräumen mit einfachverglasten Fenstern oder Isolierglasfenstern ohne Dichtungen. Das gilt nicht mehr nur, wie bei früheren Lärmschutzprogrammen, für Schlaf- und Kinderzimmer, sondern für alle Aufenthaltsräume, also auch für Wohnzimmer. Geld gibt es auch, wenn sich Betroffene Schalldämmlüfter oder alternativ ein elektrisches Fensterschließsystem zum automatischen Öffnen und Schließen der Fenster in Schlafzimmern installieren lassen wollen.

Das aktuelle Programm ist bereits die zweite Erweiterung des „Freiwilligen Lärmschutzprogramms 8“, das von 2007 bis 2010 umgesetzt wurde. Im „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8“, das von September 2007 bis Dezember 2010 aufgelegt wurde, seiner Erweiterung „8+“ (Januar 2017 bis Dezember 2017) und „8++“ (seit Sommer 2018) haben Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt 285 Förderanträge genehmigt und die Maßnahmen realisiert. Rund 1,3 Millionen Euro haben beide in den Schallschutz investiert. Allein mit dem jetzt verlängerten Programm „8++“ wurden bisher 115 Haushalte gefördert.

Antragsberechtigt sind alle Norderstedter Haushalte, die innerhalb des Fördergebiets wohnen. Welche Straßen der Bereich umfasst und weitere Informationen zum Lärmschutzprogramm stehen unter https://www.hamburg-airport.de/de/laermschutzprogramm.php im Internet.

( ms )

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