Norderstedt

ArtQuarree sorgt für Farbe in der „TriBühne“

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Norderstedter Künstlergruppe Art Quarree (v. l.): Klaus Haase ,Cornelia Diegmann, Detlev Carsten Schmidt und Frank Boje Schulz.

Norderstedter Künstlergruppe Art Quarree (v. l.): Klaus Haase ,Cornelia Diegmann, Detlev Carsten Schmidt und Frank Boje Schulz.

Foto: Heike Linde-Lembke

Die vier Mitglieder der Norderstedter Künstlergruppe stellen im Foyer der „TriBühne“ bis zum 20. April ihre vielfältigen Werke aus.

Norderstedt. Im Unterschied liegt die Einigkeit. Und die Konkurrenzlosigkeit. Wahrscheinlich funktioniert die Harmonie der Künstlergruppe „ArtQuarree“ deshalb so gut. Eine Frau und drei Männer teilen sich nicht nur eine Galerie an der Ohechaussee. Sie teilen sich auch die Wände bei Ausstellungen wie jetzt im Foyer der „TriBühne“ am Rathaus, in denen ihnen trotz der Fülle der Exponate eine ausgewogene Bild-Choreografie gelungen ist.

„Wir haben unsere Bilder nicht abwechselnd gehängt, sondern jeder jeweils in einer Reihe für sich“, sagt Detlev Carsten Schmidt. Der Effekt: Trotz der farbintensiven und großformatigen Bilder von Cornelia Diegmann und Detlev Carsten Schmidt können sich die eher stillen Foto-Bearbeitungen von Klaus Haase und die geometrischen Farb- und Formen-Anordnungen von Frank Boje Schulz gleichberechtigt behaupten. Haases und Schulz’ Bilder beruhigen das Temperament von Diegmann und Schmidt, so dass das Gefühl der Überfülle kompensiert wird.

Cornelia Diegmann inszeniert ihre Bilder in leuchtenden Farben. „Ich möchte, dass die Betrachter ihre eigenen Geschichten in meinen Bildern entdecken“, sagt die Malerin. „Mal etwas anderes“ macht Klaus Haase. Der Mann, dem sonst kein Format zu groß ist, widmet sich der Fotografie und ihren digitalen Herausforderungen. Aus Aufnahmen von Hortensien, Vogelbeeren und anderen Naturaufnahmen entwickelt er am Computer neue Bilder mit morbidem Charme.

Völlig konträr zu den anderen drei „ArtQuarree“-Mitgliedern ist Frank Boje Schulz. Der Tangstedter entwickelt auf der Basis der Acrylmalerei Farb-Rangreihen, die einem exakten mathematischen Schema folgen, sich aber nie wiederholen. Er geht stets vom Farbkreis aus und setzt die Grundfarben in direkten Bezug zu den Komplementärfarben. So ergibt sich in seiner Malerei auch auf kleinem Raum eine dreidimensionale Bildwirkung.

Im krassen Gegensatz dazu stehen die Arbeiten von Detlev Carsten Schmidt. Er liebt die ganz großen Formate, in denen er seine Farblandschaften explodieren lässt, und in die er mit geknülltem Papier und anderen Materialien haptische Spuren und Konturen einarbeitet. Doch er kann auch auf kleinem Raum, beispielsweise in seinen blauen Aquarellen, die er mit dicken Kohlestiften zu Informel-Bildern gestaltet.

„ArtQuarree“, Foyer „TriBühne“, Rathausallee 50, zu sehen bis 20 April.

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