Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Erstwähler treffen auf Bürgermeisterkandidaten

Die Moderatoren Yacine Mahtouf (l.) und Jan Kuller (r.) mit Sascha Klupp, Valentin Deck, Ulrike Schmidt und Holger Diehr (Mitte v. l.).

Die Moderatoren Yacine Mahtouf (l.) und Jan Kuller (r.) mit Sascha Klupp, Valentin Deck, Ulrike Schmidt und Holger Diehr (Mitte v. l.).

Foto: Christopher Herbst

Im Alstergymnasium in Henstedt-Ulzburg stellten die Jugendlichen den Kandidaten Fragen zum Neubau der Schule, Treffpunkten im Ort und zur Umwelt.

Henstedt-Ulzburg. Auch auf die Stimmen der Erstwähler wird es bei der Henstedt-Ulzburger Bürgermeisterwahl am 1. März ankommen. Im Alstergymnasium haben sich die vier Bewerber Ulrike Schmidt, Holger Diehr, Valentin Deck und Sascha Klupp nun etwa 300 Schülern ab der zehnten Klasse vorgestellt. Der Wahlkampf und die Ortspolitik sind aktuell Thema im Wirtschafts- und Politikunterricht, in der Oberstufe waren zur Vorbereitung Fragen gesammelt worden. „Viele von uns sind politisch interessiert“, sagte Jan Kuller (18), der die Veranstaltung gemeinsam mit Yacine Mahtouf (18) moderierte – beide sind im Abiturjahrgang.

Eine Frage galt dem Alstergymnasium selbst. Hier gibt es einen politischen Grundsatzbeschluss, die Schule abzureißen und neuzubauen. Aber wo? „Der Standort hier ist nicht schlecht“, sagte Sascha Klupp. „Aber wenn hier ein Neubau entsteht, ist es relativ schmal, da kann die Schule nicht vernünftig betrieben werden.“ Eine Alternative könnte eine Fläche am Dammstücken sein. Ulrike Schmidt ist der Meinung, dass das Gymnasium in der näheren Umgebung „an der Beckersbergstraße“ neugebaut werden sollte. Holger Diehr befürwortet den Neubau. „Bei Sanierung und Modernisierungen kann es immer Überraschungen geben.“ Er wolle sich dafür einsetzen, den jetzigen Standort beizubehalten. Und Valentin Deck würde das neue Gymnasium dort bauen, wo sich aktuell die Sportplätze befinden.

Ein wichtiger Punkt für Jugendliche sind fehlende Treffpunkte. Immer wieder ist die Rede von Gruppen, die in der Gemeindemitte rund um das City-Center für Unruhe sorgen. Das frühere Billardcafé am Virchowring sei nie ersetzt worden. „Das CCU ist mit seinem Branchenmix eine Katastrophe“, so Klupp. „Das hätte man kleinteiliger gestalten können.“ Diehr und Deck wollen verstärkt Streetworker engagieren. „Da würde ich mich einsetzen, schnellstmöglich eine Lösung zu finden. Wir haben ein Drogenproblem“, sagte Deck. Perspektivisch sollten neue Angebote entstehen, so Schmidt. „Es gibt andere Möglichkeiten für Treffpunkte, ob Café oder Gastronomie, vielleicht kleinere kulturelle Einrichtungen.“

Bei der Frage um die Einbeziehung von Natur in die Gemeinde waren sich die Kandidaten einig. Es wurde auf das geplante Klimaschutzkonzept verwiesen und hervorgehoben, einen Ausgleich zwischen Gebäuden und Grünflächen zu schaffen. Des Weiteren wurde im Zusammenhang mit dem Schutz der Umwelt die Möglichkeit erwähnt, abgeholzte Wälder wieder aufzuforsten und somit auch Artenschutz zu betreiben.

Gefragt waren auch Ideen für Energiekonzepte. Deck, Diehr, Klupp und Schmidt waren sich einig, dass Veränderungen angetrieben werden müssten, um eine Energie- und Klimawende zu erreichen. Auch der Umstieg auf erneuerbare Energie, insbesondere Photovoltaik und Wasserstoff, wurde von allen betont. Einen weiteren Schwerpunkt sahen die Kandidaten bei der E-Mobilität und dem Ausbau der nötigen Infrastruktur. Das Wichtigste sei jedoch, die Bürger bei diesem Thema zu integrieren und mitzunehmen.