Henstedt-Ulzburg

Mehr als 400 Bürger wollen die Bewerber sehen

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Holger Diehr, Valentin Deck, Ulrike Schmidt und Sascha Klupp (v. l.) stehen am 1. März zur Wahl.

Holger Diehr, Valentin Deck, Ulrike Schmidt und Sascha Klupp (v. l.) stehen am 1. März zur Wahl.

Foto: Christopher Herbst

Die vier Kandidaten zur Bürgermeisterwahl in Henstedt-Ulzburg präsentieren sich in der Lütten School. Wahltermin ist 1. März.

Henstedt-Ulzburg.  Ein zweites Mal haben sich die vier Bewerber um das Bürgermeisteramt den Henstedt-Ulzburgern vorgestellt – und wieder war das Interesse beachtlich. 410 Stühle und Hocker hatte die Gemeinde in der Sporthalle der Lütten School bereitgestellt, alle waren besetzt, einige Dutzend weitere Besucher mussten stehen. Allerdings gingen viele Gäste schon während der Versammlung wieder nach Hause. Wichtig waren offenbar vorrangig die Reden zu Beginn – und die ähnelten jenen der ersten Veranstaltung vor zwei Wochen.

Bei der Wahl am 1. März (mögliche Stichwahl: 22. März) wird es auch darum gehen, ob die Bürger erneut einer Person ohne Verwaltungserfahrung das Vertrauen schenken. Amtsinhaber Stefan Bauer, der nicht wieder antritt, hatte vor sechs Jahren triumphiert ohne politische Unterstützung oder Rathaus-Routine. Holger Diehr, der Kandidat von CDU, FDP und BfB, war zuletzt Bürgermeister von Fockbek und dazu verantwortlich für weitere Gemeinden. Die Eutinerin Ulrike Schmidt (parteilos), nominiert von der SPD, leitete unter anderem ein Regionalbüro der OSZE in Nordmazedonien. Sascha Klupp und Valentin Deck sind aus Henstedt-Ulzburg – der eine ist Optiker auf dem Rhen, der andere war bis vor Kurzem als Grabungsarbeiter tätig im Landesamt für Archäologie.

Klupp: „Ein Bürgermeister muss übergreifend und allparteilich sein."

Auf die Frage einer Frau nach der Funktion und den Aufgaben eines Bürgermeisters gaben die Vier durchaus unterschiedliche Antworten. Schmidt sagte, die Kommunikation und den Dialog zur Politik verbessern zu wollen. Sie wolle, dass gute Ideen einer Fraktion auch von anderen angenommen würden – „zum Wohle der Gemeinde“.

Deck sprach davon, dass „eigentlich keine Macht vorhanden ist in Sachen Entscheidungen“. Der Bürgermeister setze die Beschlüsse um. Diehr sah das ein wenig anders: „Bürgermeister und Politik müssen sich eng abstimmen, um die Gemeinde erfolgreich nach vorn zu führen.“ Und Klupp stellte klar: „Ein Bürgermeister muss übergreifend und allparteilich sein. Mal gucken, mit wem man sich in die Haare bekommt.“

( che )

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