Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Neujahrsempfang: Applaus für den scheidenden Bürgermeister

Bürgermeister Stefan Bauer bekommt nach seiner Rede viel Applaus.

Bürgermeister Stefan Bauer bekommt nach seiner Rede viel Applaus.

Foto: Hans-Eckart Jäger

Bei der Bürgermeisterwahl am 1. März tritt Stefan Bauer zwar nicht wieder an, ein Projekt liegt ihm aber noch am Herzen.

Henstedt-Ulzburg.  „Ein Stück Wehmut spielt heute schon mit“, gestand Stefan Bauer, als er beim Neujahrsempfang in Henstedt-Ulzburg nach exakt 57 Minuten seine ausdrucksstarke Rede beendet hatte und die wenigen Spickzettel beiseite legte. Viele unter den 200 Gästen im voll besetzten Ratssaal fragten sich in diesem Moment: War das vielleicht schon der Abschied des Bürgermeisters aus seinem Amt? Sie erhoben sich von ihren Plätzen und bereiteten dem Verwaltungschef, der sich am 1. März nicht wieder zur Wahl stellt, stehend Ovationen. Stefan Bauer verbeugte sich und faltete die Hände.

Die positive Reaktion des Publikums freute ihn offensichtlich, aber er wehrte dennoch ab: „Ich bin noch im Amt. Mein offizieller Abschied ist erst am 31. Mai. Aber ich möchte mich doch schon bedanken, dass ich euer Bürgermeister sein durfte. Das wünsche ich auch meinem Nachfolger oder Nachfolgerin.“ Von den vier Kandidaten, die der Gemeindewahlausschuss vor einigen Tagen gemeldet hatte, waren nur zwei zum Neujahrsempfang gekommen. Darüber wunderte sich Stefan Bauer, als er zum Rednerpult ging und mit Unterstützung von Leinwand-Grafiken und -Fotos über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in der Gemeinde zu reden begann: „Manches Signal setzt man ja auch mit Nichtanwesenheit.“

Ein Projekt liegt Bauer noch am Herzen

Der Bürgermeister hatte, was Kita-Aktivitäten, neue Auto- und Fahrrad-Parkplätze am Meeschensee, Klimaschutz, „grüne Gemeinde“, Sportförderung und das erfolgreiche Projekt der Gemeindebücherei „Digital für Kinder“ betrifft, viel Positives zu berichten. „Mir liegt, auch wenn das nicht mehr in meiner Amtszeit entschieden wird, noch ein Projekt sehr am Herzen“, sagte Bauer. „Auf welchem Gelände das neue Alstergymnasium errichtet wird, wissen wir nicht. Aber, da bin ich sicher, dieses Thema wird Henstedt-Ulzburg mindestens noch die kommenden zehn Jahre beschäftigen.“

Das sieht Bürgervorsteher Henry Danielski („Für deine Entscheidung, lieber Stefan, nicht mehr zu kandidieren, zolle ich dir meinen aufrichtigen Respekt“) auch so, er ist mit seinem Bürgermeister in vielen Punkten einig. Beide hoben die immense Bedeutung des Ehrenamtes hervor: „Ohne die vielen freiwilligen Helfer würde unsere Gemeinde nicht funktionieren.“