Kreis Segeberg

Wasserqualität in Ellerau hat sich wieder verbessert

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Arne Kolarczyk
Leitungswasser läuft in ein Glas (Symbolbild).

Leitungswasser läuft in ein Glas (Symbolbild).

Foto: Lukas Schulze / picture alliance/dpa

Das Trinkwasser in der Region muss jedoch weiterhin vor der Nutzung abgekocht werden. Die Entwarnung durch die Stadtwerke könnte Montag folgen.

Quickborn/Ellerau.  Nach der Verunreinigung des Trinkwassers in Quickborn, Ellerau und Umgebung geben die Stadtwerke eine erste Entwarnung. Eine weitere Beprobung sowie eine angelegte Bakterienkultur weisen keinerlei Keimbelastung mehr auf. Vorsorglich ist eine dritte Probenserie vorgenommen worden. Die Ergebnisse sollen am heutigen Montag vorliegen. Bis dahin gilt noch die Anordnung der Kreisbehörde, die ein Abkochen des Wassers vor einer Nutzung verfügt hat.

Diese Anordnung gilt seit einer Woche – und zwar für Quickborn und die Gemeinden Ellerau,m Bevern, Bullenkuhlen, Hemdingen, Bilsen, Alveslohe, Heede, Langeln, Seeth-Ekholt und Ellerhoop, sofern das bezogene Wasser von den Stadtwerken Quickborn stammt. Wie das Unternehmen auf seiner Homepage mitteilt, waren im dortigen Wasserwerk 13 Proben entnommen worden. Vier davon wiesen einen leicht erhöhten Keimwert auf. Gefunden wurde ein Keim namens Serratia Liquefaciens, der gemessene Wert war sehr niedrig. Es handelt sich um ein Stäbchenbakterium, das weltweit in allen Arten von Medien vorkommt. Es gilt für die meisten Menschen als völlig harmlos. Bei Personen mit einem geschwächten Abwehrsystem sowie bei Neugeborenen können jedoch schwere Infektionen die Folge sein.

Wasser aufkochen und dann langsam abkühlen lassen

Daher hat die Kreisbehörde verfügt, dass sämtliche betroffene Haushalte das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen lassen sollten. Zur Nahrungszubereitung, zum Zähneputzen und zur Reinigung offener Wunden sollte nur abgekochtes Leitungswasser oder alternativ stilles Wasser aus dem Handel verwendet werden. Zum Duschen und Baden könne das Leitungswasser ohne Einschränkungen genutzt werden. Laut Stadtwerken wurden weitere Proben genommen, diese waren ebenso wie eine extra angelegte Bakterienkultur negativ. Sollte auch die dritte Probenserie keine Keimbelastung mehr ergeben, könnte das Abkochgebot aufgehoben werden.

Dass es auch länger dauern könnte, zeigt der Fall der Wassergenossenschaft Ellerhoop. Für die 250 angeschlossenen Haushalte hatte der Kreis Pinneberg bereits im September ein Abkochgebot wegen einer Verkeimung erlassen. Ende November ordnete der Kreis an, dass das Wasser selbst nach dem Abkochen nicht für Lebensmittelzwecke genutzt werden darf. Die Nutzungsuntersagung besteht immer noch. Allerdings ist laut Mitteilung der Wassergenossenschaft das Wasser wieder keimfrei und kann in Kürze uneingeschränkt genutzt werden.

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