Norderstedt
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Zum Klassentreffen ins Seniorendomizil

Die Ex-Schülerinnen versammelten sich jetzt um ihre frühere Klassenlehrerin Ursula Ries.

Die Ex-Schülerinnen versammelten sich jetzt um ihre frühere Klassenlehrerin Ursula Ries.

Foto: Christa Wildner

50 Jahre nach dem Abschluss trafen sich ehemalige Realschülerinnen wieder. Ehemalige Klassenlehrerin lädt zum Kaffeeklatsch ein,

Norderstedt.  Es war die Zeit des „Weißt Du noch?“ 50 Jahre ist es her, dass die Klasse 10M der Realschule am Aurikelstieg, eine reine Mädchenklasse, entlassen wurde. Nun haben sich die Schülerinnen von damals zum Jubiläum getroffen. 16 waren gekommen, Ex-Mitschülerin Linda flog aus München ein. Sechs Ehemalige schickten Fotos, sie waren verhindert. Im Emma-Plambeck-Haus wurde die Vergangenheit lebendig, dort, wo Ursula Ries lebt. 95 Jahre alt ist die ehemalige Klassenlehrerin und noch so agil, dass sie ihre „Mädels“ zum Kaffeeklatsch ins Norderstedter Seniorendomizil eingeladen hatte.

Und schon sprudelten die Geschichten, die von einer Mitschülerin und ihrer Freundin, die einen nicht so beliebten Lehrer und seine Klasse im Zeichenraum eingeschlossen hatte und zur Strafe die Schulordnung abschreiben mussten, und das gleich dreimal. Doch pfiffig, wie die Mädchen waren, ließen sie sich nach der ersten Abschrift die Hand verbinden. „Einen jungen Lehrer haben wir zur Weißglut getrieben. Eines Vormittags starrten wir alle nur auf seine Krawatte. Den Blick der gesamten Mädchenklasse hielt er nicht aus und verließ das Klassenzimmer“, sagt Christa Wildner, die das Jubiläumsklassentreffen zusammen mit Erika Schenk organisiert hatte.

Erste Klassenreise führte 1967 nach Friedrichstadt

Die erste Klassenreise führte 1967 nach Friedrichstadt. „Da lernten wir unsere Frau Ries nicht nur als Lehrerin kennen, sondern als Menschen und Kumpel, als sie im pinken Minikleid auf der Bühne Sandy Shaw imitierte“, sagen die Organisatorinnen. Aber am nachhaltigsten ist der Schüleraustausch 1968 mit den Jungen der Ringmer School Brass Band im südenglischen Lewes im Gedächtnis geblieben. Diverse Geschichten ranken sich um deren Aufenthalt hier. Sechs Wochen später fuhren die Schülerinnen in die Grafschaft Sussex – genossen als 14-Jährige „erste Freiheiten fern der Heimat“. Eine Mitschülerin habe beim Klassentreffen berichtet, dass sie erst kürzlich über Facebook ihren englischen Gastbruder wiederfand und schon Besuche verabredet wurden.

„Uns wurde allen sehr deutlich, wie viel Glück wir mit unserer Lehrerin hatten, und wie schön unsere Schulzeit war“, sagen Christa Wildner und Erika Schenk, die sich bei Ursula Ries für das Treffen bedankten und verabredeten, einander wiederzusehen.