Kreis Segeberg

Pumpenfabrik Grundfos setzt auf zwei Räder

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AOK-Landesdirektor Thomas Haeger (rechts) und ADFC-Landesgeschäftsführer Carsten Massau (zweiter von links) zeichneten die Firma Grundfos als „fahrradaktivstes Unternehmen in Schleswig-Holstein“ aus. Geschäftsführer Josef Horber (zweiter von rechts) und seine Mitarbeiter freuen sich über die Ehrung.

AOK-Landesdirektor Thomas Haeger (rechts) und ADFC-Landesgeschäftsführer Carsten Massau (zweiter von links) zeichneten die Firma Grundfos als „fahrradaktivstes Unternehmen in Schleswig-Holstein“ aus. Geschäftsführer Josef Horber (zweiter von rechts) und seine Mitarbeiter freuen sich über die Ehrung.

Foto: AOK

Firma aus Wahlstedt ist das „fahrradaktivste Unternehmen Schleswig-Holsteins 2019“. 87 Firmen beteiligten sich an der Aktion von ADFC und AOK.

Wahlstedt/Kiel.  Die Grundfos Pumpenfabrik GmbH ist das „fahrradaktivste Unternehmen Schleswig-Holsteins 2019“. In diesem Jahr beteiligten sich 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Gemeinschaftsaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ von AOK und ADFC – das sind deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr.

Über die Auszeichnung freute sich vor allem der Geschäftsführer des Unternehmens, Josef Horber. „Viele unserer Mitarbeiter kommen aus Wahlstedt oder der Umgebung, sodass sich der Weg zur Arbeit mit dem Rad förmlich anbietet“, betonte er bei der Preisverleihung. Die steigende Fitness und Ausdauer machten sich auch bei der Arbeit positiv bemerkbar. Die Pumpenfabrik unterstütze nicht nur die Fahrradaktion, sondern biete den Beschäftigten auch spezielle Angebote zur Gesundheitsförderung wie verschiedene Sportarten im Bereich des Betriebssports. Zudem gebe es ein Gemüsebüfett und frisches Obst zur Förderung gesunder Ernährung. Dazu kämen eine Rückenschule, Indoor Cycling und auch Aqua-Jogging. Horber: „Wir motivieren die Mitarbeiter zur Teilnahme und fördern auch den internen Wettbewerb durch Prämierung der Fahrleistungen.“

AOK-Landesdirektor Thomas Haeger überreichte als Anerkennung für das große Radfahr-Engagement des Unternehmens eine Urkunde und einen Scheck über 500 Euro an den Geschäftsführer.

Von den zahlreichen Einzelteilnehmern wurde Matthias Bath aus Wittenborn als einer von vielen Gewinnern ausgelost. Bath kann sich über einen hochwertigen Fahrradrucksack freuen. Er fuhr an 64 Tagen immerhin 640 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit nach Wahlstedt.

Das ist eine solide Leistung, die aber von seinem Arbeitskollegen Oliver Wittstock bei Weitem übertroffen wurde – er brachte es an 37 Tagen auf erstaunliche 2083 Kilometer: „Besonders in der Zeit von März bis Oktober fahre ich so oft wie möglich täglich etwa 26 Kilometer zur Arbeit und wieder zurück. Dafür habe ich mir verschiedene Strecken zusammengestellt. Da Rennradfahren mein Freizeitsport ist, fällt es mir nicht schwer, Spaß daran zu haben“, betonte der Wankendorfer.

Seine beiden Kollegen Florian Joseph und Udo Szemkus wohnen in der Stadt Wahlstedt, ihre Fahrradstrecken sind somit deutlich kürzer: Während Florian Joseph 3,2 Kilometer für eine Strecke zurücklegt, ist der Weg für Udo Szemkus dagegen ein Katzensprung: Er tritt auf dem Hin- und Rückweg jeweils für 1,8 Kilometer in die Pedale. Gerade für solche Kurzstrecken ist das Fahrrad bestens geeignet. Das Auto kann in der Garage stehen bleiben.

Gerade für Kurzstrecken ist das Rad bestens geeignet

Der ADFC Schleswig-Holstein betonte während der Siegerehrung, dass die Aktion, für die Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz die Schirmherrschaft übernommen hat, erneut dazu beigetragen habe, bei den Menschen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es möglich ist, auch mit dem Rad direkt oder in der Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Arbeitsplatz zu kommen. „Es wäre toll, wenn es uns gelingt, künftig noch mehr Arbeitnehmer für den Umstieg auf das Fahrrad zu motivieren. Viele Teilnehmer nutzen das Fahrrad so gern als Verkehrsmittel, weil sie den Kopf frei bekommen, wenn sie damit zur Arbeit fahren. Außerdem bleibt die Umwelt dann von einer Menge Feinstaub und Abgasen verschont, die auf Kurzstrecken besonders stark ausgestoßen werden“, betonte ADFC-Landesgeschäftsführer Carsten Massau.

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