Norderstedt
Kreis Segeberg

Kampf gegen Einbrecher: Polizei kontrolliert 619 Autos

Die Polizei bei einer Anhalte- und Sichtkontrolle 2017 in Norderstedt.

Die Polizei bei einer Anhalte- und Sichtkontrolle 2017 in Norderstedt.

Foto: HA / Wolfgang Klietz

Polizei habe Erkenntnisse für Ermittlungsarbeit gewonnen. Elf Fahrzeugführer ohne gültige Fahrerlaubnis wurden aus dem Verkehr gezogen.

Kreis Segeberg.  Den Einbrechern auf der Spur: Die Polizei hat am Donnerstag zum ersten Mal in diesem Jahr den fließenden Verkehr bei sogenannten Anhalte- und Sichtkontrollen überprüft. Beamte der Polizeidirektionen Segeberg und Ratzeburg waren am Nachmittag und Abend im schleswig-holsteinischen Grenzgebiet zu Hamburg unterwegs. Das Ziel war es, Einbrecherbanden aufzuspüren.

619 Fahrzeuge und 751 Personen wurden kontrolliert. Tatsächlich war die Polizei offenbar erfolgreich. In einer Mitteilung heißt es, man habe Personen kontrolliert, „die polizeilich in Hinblick auf Eigentumskriminalität relevant waren“. Die Polizei setzt bei den Kontrollen nicht nur auf das Fahndungsglück, Einbrecher quasi in flagranti bei der Fahrt zwischen zwei Einbrüchen zu erwischen. Vielmehr nutzen die Beamten die aus den Kontrollen gewonnenen Erkenntnisse für die generelle Ermittlungsarbeit. Ziel sei es auch, Bandenstrukturen aufzudecken und die Wege der Kriminellen kennenzulernen.

Bei den Kontrollen gab es auch reichlich „Beifang“: Elf Fahrzeugführer ohne gültige Fahrerlaubnis wurden aus dem Verkehr gezogen, ebenso Fahrer, die unter Einfluss von Alkohol oder Drogen standen.

Die Kontrollen der Landespolizei Schleswig-Holstein waren Teil eines länderübergreifenden Einsatzes zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchkriminalität. Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote: „Einbrecherbanden sind Ländergrenzen egal. Abgestimmte bundesländerübergreifende Aktionen sind deshalb im Kampf gegen Einbrecherbanden ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor.“