Norderstedt
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Schon wieder Überfall auf ein Norderstedter Hotel

Das Best Western Hotel wurde überfallen.

Das Best Western Hotel wurde überfallen.

Foto: Christopher Herbst

Zwei bewaffnete Männer bedrohen Rezeptionisten und flüchten mit Bargeld. Schon 2017 gab es eine Serie von Überfällen auf Hotels in Norderstedt

Norderstedt.  Schon wieder ein Überfall auf ein Hotel in Norderstedt: In der Nacht von gestern auf heute haben zwei bewaffnete Männer gegen 4 Uhr den Rezeptionisten im Best Western Hotel Schmökerhof an der Oststraße bedroht. Sie richteten ihre Pistolen auf den 45 Jahre alten Hotelangestellten, einer der Täter forderte ihn auf, das Geld aus der Hotelkasse in eine Sporttasche zu legen.

Die Täter fesselten den Angestellten und flüchteten zu Fuß durch den Haupteingang in Richtung Oststraße. Das Opfer konnte sich selbst befreien und rief die Polizei. Die Beamten fahndeten sofort nach den Tätern, die Fahndung blieb aber erfolglos. Wie viel Geld die Räuber erbeuteten ist unklar, die Polizei spricht von einem dreistelligen Betrag.

Beide Täter werden wie folgt beschrieben: männlich, schlank, etwa 20 Jahre alt, 1,70 bis 1,80 m groß, dunkel bekleidet. Beide trugen Sturmhauben und Handschuhe, einer hatte eine dunkle Sporttasche dabei. Hinweise auf auffällige Personen im Bereich Oststraße/Harckesheyde/Schleswig-Holstein-Straße nimmt die Kriminalpolizei Norderstedt unter der Rufnummer 040/528 06-0 entgegen.

Vor fast drei Jahren hatte ein Tätertrio in den Norderstedter Hotels Angst und Schrecken verbreitet. Die Serie begann am 25. Januar 2017. Gegen 4 Uhr drangen zwei Männer in den Norderstedter Hof an der Mittelstraße ein und bedrohten den Portier mit einem Messer. Einer der Täter sprang über den Tresen. Der Portier übergab ihm aus der Kasse einen vierstelligen Betrag. In der Nacht zum 30. Januar stürmten die Männer erneut in die Rezeption des Hotels, zückten wieder ein Messer und bedrohten diesmal einen 27-jährigen Nachtportier. Die Täter räumten die Kasse und den Tresor leer. Beide waren maskiert.

Am 1. Februar folgte ein Rauberfall auf ein Hotel im Hamburger Stadtteil Langenhorn, am 2. Februar beraubten zwei Männer eine Spielhalle an der Wandsbeker Markstraße in Hamburg. Am 11. Februar schlugen die Täter zum dritten Mal im Norderstedter Hof zu. Am 15. Februar überfielen zwei maskierte Männer das Hotel Heuberg an der Ecke Kahlenkamp/Niendorfer Straße in Norderstedt. „Plötzlich standen sie vor mir und fuchtelten mit einer Pistole vor meinem Gesicht herum“, sagte Thorsten Hatje, Geschäftsführer des Hotels Heuberg. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen, zivilen Fahrzeugen, Spezialkräften sowie einem Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz. Die Fahndung verlief jedoch erfolglos. Wenig später nahm die Kripo aber drei Verdächtige fest.

Manfred Brodersen von der Norderstedter Kripo hatte die Raubüberfälle auf die Hotels als sehr ungewöhnlich bezeichnet, weil dort in der Regel nur geringe Beute zu holen sei. Bei der Raubserie hatten die Täter in fast allen Fällen nur wenige 100 Euro, einmal 1800 Euro erbeutet. Von einem professionellen Vorgehen könne keine Rede sein, sagte Brodersen.