Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Die Grünen fordern einen Verkehrsbeauftragten

Kurt Göttsch (Bündnis 90/Die Grünen) will die Verkehrsplanung neu organisieren.

Kurt Göttsch (Bündnis 90/Die Grünen) will die Verkehrsplanung neu organisieren.

Foto: Christopher Herbst

Die Henstedt-Ulzburger Grünen-Fraktion kritisiert die langsame Umsetzung von Maßnahmen und sieht Personalmangel im Rathaus als Ursache.

Henstedt-Ulzburg. Knapp fünf Jahre ist es her, dass der Henstedt-Ulzburger Politik das Ergebnis eines Verkehrsgutachtens vorgestellt wurde. Aus Sicht der Grünen hat sich seitdem viel zu wenig getan, um die Situation auf den Straßen in der Großgemeinde zu verbessern. Deswegen wird es am 12. November einen Antrag geben: In der Verwaltung soll die Stelle eines Verkehrsbeauftragten geschaffen werden. Gesucht ist ein Verkehrsingenieur.

„Wenn wir ehrlich sind und die Umsetzung betrachten, dann muss auch die Politik die Kritik der Bürger akzeptieren und eingestehen, dass wir wesentliche Aufgaben nicht gelost haben“, sagt der Fraktionsvorsitzende Kurt Göttsch – er war 2014 noch Mitglied der WHU. „Eines der größten erledigten Themen ist lediglich die Erweiterung der P+R-/B+R-Anlage Meeschensee.“

Weiteres falle ihm nicht ein. Die Partei ist der Meinung, dass sich dies nur mit zusätzlichem Personal im Rathaus verbessern lasse. „Durch neue Bebauungspläne entstehen neue Herausforderungen, aber keine Lösungen der bekannten Themen“, so Göttsch, der den ÖPNV und den Radverkehr nennt. „Ein weiteres Verleugnen der personellen Situation in der Verwaltung und hoffen, dass es schon irgendwie weitergeht, wird den Anforderungen nicht gerecht.“

Eine ausschließlich für den Verkehr verantwortliche Person solle Ansprechpartner für alle spezifischen Fragen sein, eng mit dem Ordnungsamt und der Polizei zusammenarbeiten und im Ausschuss für das Integrierte Gemeinde-Entwicklungskonzept mitwirken. Auch Bürger könnten sich mit ihren Anliegen an den oder die Beauftragte wenden. Ebenso würde das Profil eine aktive Rolle bei der Erstellung von Bebauungsplänen und beim Ausbau des ÖPNV beinhalten. Ein zentraler Punkt wäre der Radverkehr. Das heißt: enger Kontakt zum ADFC, zum Kreis, zu den Nachbarkommunen und der Metropolregion bezüglich der Planungen für einen Radschnellweg. Dazu sollen Maßnahmen zur Förderung des innerörtlichen Radverkehrs entwickelt werden.