Norderstedt
Kaltenkirchen

Feuerwehr rettet Arbeiter von Kirchenempore

Mit einer Eigenkonstruktion rettete die  Feuerwehr Kaltenkirchen den verletzten  Arbeiter von der Empore der Michaeliskirche.

Mit einer Eigenkonstruktion rettete die Feuerwehr Kaltenkirchen den verletzten Arbeiter von der Empore der Michaeliskirche.

Foto: Feuerwehr Kaltenkirchen

Kaltenkirchener Feuerwehrleute bauten eine Behelfsleiter, um den Verletzten herunterzuholen. Mann kam mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus.

Kaltenkirchen.  Die Feuerwehr in Kaltenkirchen musste am Freitag zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausrücken: Gegen 12.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen zur Michaeliskirche gerufen. Ein Arbeiter war dort auf der Empore im inneren der Kirche aus noch ungeklärter Ursache verunglückt.

Den Mann über die Treppe zu retten, die zur Empore führt, war aus Sicht der Feuerwehrleute unmöglich, sie war zu eng, um als Rettungsweg zu dienen. „Auch auf die Alternative, den Teleskopmast einzusetzen und so den Arbeiter von außen vom Unglücksort zu holen, konnten wir nicht zurückgreifen“, sagt Daniel Fentroß, Sprecher der Kaltenkirchener Wehr.

Konstruktion aus mehreren Leiterteilen

Einsatzleiter Claas-Hendrik Heß entschied sich daher für den Bau einer Konstruktion, die aus mehreren Leiterteilen bestand und vom Geländer der Empore bis in das Erdgeschoss der Kirche reichte. Der Verunglückte konnte so schonend auf einer speziellen Trage, die durch die Einsatzkräfte zusätzlich mit Leinen gesichert wurde, von der Empore nach unten abgelassen werden.

Der Rettungshubschrauber „Christoph Hansa’’ aus Hamburg, der zwischenzeitlich auf einer Wiese hinter der Michaeliskirche gelandet war, flog den verletzen Arbeiter in ein Krankenhaus. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Einsatz beteiligt.