Norderstedt
Kaltenkirchen

Streit um gelbe Säcke geht in die nächste Runde

Gelbe Säcke sind in Kaltenkirchen oft Mangelware (Symbolbild).

Gelbe Säcke sind in Kaltenkirchen oft Mangelware (Symbolbild).

Foto: Marvin Graewert / HA

Die Firma Remondis/Optysis liefere zu wenige Wertstoffbeutel, kritisiert Kaltenkirchens Bürgermeister. Firma dementiert.

Kaltenkirchen.  Der Streit um die gelben Säcke geht weiter. Bisher geriet die lückenhafte Abfuhr in die Kritik. Nun kritisiert Kaltenkirchen Bürgermeister Hanno Krause, dass die Firma Remondis/Optysis nicht ausreichend gelbe Säcke nach Kaltenkirchen liefere. Es sei wiederholt zu Lieferproblemen gekommen. „Meine Mitarbeiter müssen sich immer wieder beleidigende und verletzende Kommentare anhören, wenn Bürger bei uns anrufen und beklagen, dass sie leider keine gelben Säcke bekommen können“, schreibt Krause in einem Brief an das Unternehmen, das die Stadt mit den Wertstoffsäcken versorgt und auch für die Abfuhr verantwortlich zeichnet.

In diesem Jahr hätten die Ausgabestellen nur 4000 Sammelbeutel bekommen, viel zu wenige für eine Stadt mit 22.000 Einwohnern. Die Optysis-Mutter Remondis solle häufiger Nachschub liefern oder die Zahl der Ausgabestellen erhöhen, fordert der Verwaltungschef. Die Kaltenkirchener seien es gewohnt, die Wertstoffbeutel im Rathaus zu bekommen. Schon um die Mitarbeiter zu schützen, sollte es nicht zu Engpässen kommen.

Das Unternehmen weist die Kritik zurück. „Wir erfüllen unseren Auftrag“, sagt Remondis-Sprecher Michael Schneider und fügt als Beleg eine umfangreiche Zahlensammlung hinzu, die den Angaben des Bürgermeisters widerspricht. In Kaltenkirchen gebe es etwa 9650 Haushalte. „Wir haben 10.650 Rollen verteilt mit jeweils 13 Säcken, also insgesamt 138.450 Säcke. Das heißt, dass theoretisch jeder Haushalt 14,3 Säcke erhalten hat. Bei sechs Abholungen hat jeder Haushalt 2,4 Säcke zur Abholung erhalten, was der Norm entspricht“, sagt Schneider. Er räumt ein, dass es zu Ostern Lieferschwierigkeiten gegeben habe. Seitdem klappe die Verteilung aber, daher wundere er sich über den Zeitpunkt des Bürgermeister-Schreibens, denn seit längerem gebe es keine nennenswerten Beschwerden. „Wir haben im Übrigen genügend Säcke vorrätig“, sagt der Unternehmenssprecher.