Norderstedt
Kreis Segeberg

Die Götzberger Mühle erstrahlt im neuen Glanz

Die Dachsanierung der Götzberger Mühle. Mittlerweile ist das Dach komplett.

Die Dachsanierung der Götzberger Mühle. Mittlerweile ist das Dach komplett.

Foto: Götzberger Mühle

Der Rumpf des historischen Gebäudes in Henstedt-Ulzburg hat neue Dachschindeln bekommen. Maßnahme wurde deutlich teurer als zunächst gedacht.

Henstedt-Ulzburg.  Pünktlich zum 15. Geburtstag des Vereins Götzberger Windmühle sind die Mühlenbauer fertig: Der Rumpf der historischen Windmühle hat neue Pappschindeln bekommen.

Wind und Wetter hatten der alten Hülle zugesetzt, es gab bereits die ersten kleinen sichtbaren Durchfeuchtungen. Die Verantwortlichen des Vereins, das Denkmalamt, der Mühlensachverständige des Landesvereins sowie die Zimmerer waren zuversichtlich und rechneten mit einer Routine-Reparatur. Weit gefehlt.

Weder die kalkulierten Kosten in Höhe von 42.000 Euro reichten aus, noch konnte wie geplant so viel wie möglich der alten Holzverschalung von 1980 wieder verwendet werden. „Uns fehlt zwar noch die Rechnung für die Blitzschutzanlage“, sagt Henry Petersen, Vorsitzender des Vereins, „aber bislang sind wir bereits bei knapp 55.000 Euro Kosten. Wir haben aber nur Zuschüsse in Höhe von 32.000 Euro. Der Rest muss aus der Vereinskasse kommen.“ Wie kam es dazu? „Man konnte halt der alten Dame vorher nicht unter das Kleid schauen“, sagt Petersen. „Der Anteil der Bretter, der wiederverwendet werden konnte, schrumpfte auf ein Minimum. Fenster und Gauben mussten neu eingefasst werden, Dachunterschläge erneuert und vieles neu angepasst werden.“

Die schlimmste Überraschung seien jedoch die stark verwitterten zwei der acht Ständer der Mühle gewesen, immerhin Balken von einer Stärke von 30 mal 30 Zentimetern. Ein Statiker, der vom Landesverein zur Verfügung gestellt wurde, begutachtete und entschied, dass einer der Ständer auf einer Länge von zwei Metern komplett ausgetauscht sowie zwei andere Flächen durch Bohlen verstärkt werden müssen.

„Aber, der Erfolg zählt. Das neue Kleid passt, alles ist dicht, weitere große Reparaturen sind nicht absehbar, ‚nur‘ die normalen Unterhaltungsarbeiten wie an jedem Gebäude“, sagt Petersen. Es sei alles aufgeräumt und geputzt, es könne wieder Führungen durch die Mühle geben. Jetzt füllen wieder die Kinder aus Kindergärten und Schulen die Mühle mit Leben. Petersen: „Danke an die Zuschussgeber sowie die Vereinsmitglieder, die in vielen ehrenamtlichen Helferstunden angepackt haben.“