Norderstedt
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Straßenfest mit Samba, Sonne und heiße Rhythmen

Diese Sambatänzerin und ihr Team zogen viele Blicke auf sich.

Diese Sambatänzerin und ihr Team zogen viele Blicke auf sich.

Foto: Hans-Eckart Jaeger / Jaeger

10.000 Zuschauer waren dabei, als am Sonntag bei Sonnenschein auf der Ulzburger Straße in Norderstedt zum 12. Mal ein Straßenfest gefeiert wurde.

Norderstedt.  Die Sambatänzer gaben am Sonntagnachmittag beim mittlerweile 12. autofreien Straßenfest in Norderstedt zusammen mit anderen Musikgruppen auf der der Ulzburger Straße den Ton an.

Während die Tänzer- und Tänzerinnen die Straße herunter kamen, wurden Passanten zu Zuschauern, blieben stehen, wippten im Rhythmus, klatschten und fingen spontan im 2/4-Takt an zu tanzen. Das Sambafieber hatte die Norderstedter schnell gepackt. Sie hatten jede Menge Spaß an der brasilianischen Lebensfreude. Die Zuschauer zückten ihre Handys und schauten sich immer wieder ihre fotografischen Kunstwerke an. Und die Tänzerinnen brachten sich gerne in Positur.

Von der Kreuzung Harckesheyde bis zum Langenharmer Weg ging der Musikzug, begleitet von insgesamt etwa 10.000 Zuschauern. Vorneweg die Dudelsackband „Hamburg Caledonian Pipe and Drums“ in Schottenröcken, vier Stelzenläuferinnen in ihren farbenfrohen Kostümen kurz dahinter. Und dann die Starlets Cheerleader aus Friedrichsgabe, vor einigen Jahren zweimal Vize-Europameister in Kroatien. Da wurde die Stimmung immer besser.

Aber nicht nur die Sambagruppen sorgten für Aufsehen. Denn nach dem zwei Stunden dauernden Umzug gingen die meisten Besucher noch nicht nach Hause. Sie hörten Bands wie TangRock, Groovy Tuesday und Back to Us zu, während sich ihre Kinder und Enkel vor dem Kaspertheater und in der Hüpfburg amüsierten oder Hockey spielten.

Entlang der Straße suchte sich Norderstedts einziger Drehorgelspieler Josef Jäger (75) eine Nische. Viele Menschen, darunter auch Kinder, schauten dem pensionierten Leiter der Krankenkasse AOK Norderstedt zu, wenn er auf seiner Hofbauer-Orgel eines seiner 3000 Lieder abspielte. Seit zehn Jahren ist er mit dem 8000 Euro teuren Instrument in Norderstedt und Umgebung auf Festlichkeiten wie Hochzeits- und Geburtstagsfeiern unterwegs.

Viel Beifall erhielten die vier Meter großen, mit riesigen Flügeln versehenen Stelzenläuferinnen. Als die jungen Damen bei sengender Sonne die 1,3 Kilometer lange Festmeile schon fast geschafft hatten, begegneten sie plötzlich Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder auf Höhe der Ulzburger Straße 308 am Straßenrand, die ihnen aufmerksam zuschaute.

„Welch ein Glück, dass das Wetter heute mitgespielt hat“, sagte die SPD-Politikerin, die zum ersten Mal beim autofreien Straßenfest in ihrer Stadt zugegen war. „Dazu die tolle Musik und natürlich der Umzug. Das hat den Menschen sicherlich viel Spaß gemacht. Das war gut für die Stadt Norderstedt. Ich sage meinem Team der Ehrenamtlichen und den Aktiven des Initiativkreises Ulzburger Straße ein großes Dankeschön und freue mich schon auf das nächste Jahr.“