Norderstedt
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Aus Angst vor seinem Chef wird er zu Elvis

Tosenden Beifall gab es für Andreas Schmidt-Hinze als Neurotiker Jürgen Elvis Appelhans.

Tosenden Beifall gab es für Andreas Schmidt-Hinze als Neurotiker Jürgen Elvis Appelhans.

Foto: Heike Linde-Lembke

Im Festsaal am Falkenberg gab es bei der Premiere von „De Neurosen-Kavalier“ viel Applaus für die Darsteller des Norderstedter Amateur-Theaters.

Norderstedt.  Der King of Rock ’n’ Roll rockte den Saal! Andreas Schmidt-Hinze bekam bei der Premiere des Lustspiels „De Neurosen-Kavalier“ für seinen Auftritt als Elvis im Festsaal am Falkenberg tosenden Applaus. Das Norderstedter Amateur-Theater (NAT) spielt das Stück erst zögerlich, doch dann immer zügiger.

Das Regie-Duo Angy Wermke und Suzan Bolkan hat die Personage einer Psychotherapiepraxis passgenau besetzt. Andreas Schmidt-Hinze gibt mit seinem drögen Humor den Finanzbeamten, der aus Angst vor seinem Chef zu Elvis wird. Alexander Hiller könnte als Dr. de Witt noch mehr Liebessehnsucht bringen, Ann-Kathrin Düßler gibt sich als Frollein Engel norddeutsch zurückhaltend. Alexandra Karau-Steiger als exzentrische Schriftstellerin könnte noch etwas durchgeknallter auftreten, während Irene Höper als Kommissarin Maiwald herzzerreißend leidet, nur weil sie den Warenhausdieb nicht schnappt. Er entwischt ihr immer wieder, und sie muss deshalb in Therapie. In der aber sitzt als Therapeut ausgerechnet der, den sie sucht, der diebische, aber gutmütige Felix Bollmann.

Die Rolle scheint für Thomas Bock geschrieben zu sein. Er gibt diese Mischung aus Menschenfreund, Ganove, Scharlatan und Verliebter mit viel Sinn für die jeweilige Situation und fein dosiertem Humor. Zudem treibt er den Spiellauf voran. Verliebt ist er in Sybille Bast, eine Champagner-Fabrikantin, die unter Kleptomanie leidet.

Angy Wermke setzt das alles sehr natürlich in Szene.