Norderstedt
Kreis Segeberg

Innere Mission investiert 20 Millionen Euro

 Eine Rollstuhlfahrerin fährt in einer Wohnanlage zu ihrer Wohnung (Symbolbild).

Eine Rollstuhlfahrerin fährt in einer Wohnanlage zu ihrer Wohnung (Symbolbild).

Foto: Patrick Seeger / dpa

Der Landesverein baut seine Werkstätten in Bad Segeberg und Henstedt-Ulzburg sowie seine Einrichtungen für Betreutes Wohnen und Pflege aus.

Kreis Segeberg.  Der Landesverein für Innere Mission wird in den kommenden Jahren 20 Millionen Euro in der Region investieren. 3,8 Millionen wird die Erweiterung der Werkstätten für psychisch kranke Menschen in Bad Segeberg und Henstedt-Ulzburg kosten. Beide Einrichtungen verfügen jeweils über 36 Plätze, 60 sollen es künftig sein. „Die dafür notwendigen baulichen Erweiterungen sind an beiden Standorten in diesem Jahr begonnen worden“, sagt die Sprecherin des Landesvereins, Regina Rocca.

In Wahlstedt entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit 24 Betreuten Wohnungen mit einer Größe zwischen 52 und 60 Quadratmetern. Die Wohnungen sind gedacht für Bürger in Wahlstedt und Umgebung, die selbstständig wohnen wollen, aber auch die Sicherheit der Betreuung wünschen. Zu den Einrichtungen gehört beispielsweise eine Rufanlage. Baubeginn war im Januar 2019. „Wenn alles planmäßig läuft, soll das Gebäude im Spätfrühling 2020 bezugsfertig sein“, sagt Regina Rocca. Die Kosten liegen bei 3,4 Millionen Euro.

Nachdem der Landesverein Anfang 2018 eine neu erbaute Seniorenwohnanlage mit 51 Betreuten Wohnungen für Senioren sowie eine Tagespflege mit 24 Plätzen in Trappenkamp eröffnet hat, soll am Standort eine stationäre Pflegeeinrichtung mit 104 Plätzen errichtet werden. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, soll mit dem Projekt begonnen werden. Die Investitionskosten liegen bei 11,4 Millionen Euro.

Außerdem plant der Landesverein einen Neubau für die Pflegeberufeschule in Rickling. Die Erweiterung der Ausbildungsstätte ist erforderlich, um mehr Menschen unterrichten zu können und um den Anforderungen der neuen generalistischen Ausbildung gerecht zu werden. Die bisherige Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Psychiatrischen Krankenhauses Rickling ist seit August 2018 Pilotschule für die neue Pflegeausbildung in Schleswig-Holstein und führt nun die Bezeichnung Pflegeberufeschule. Die generalistische Pflegeausbildung vermittelt Kompetenzen in den verschiedenen Feldern der beruflichen Pflege. „Damit wird ein neuer zukunftsweisender Pflegeberuf konzipiert, der es den Auszubildenden ermöglicht, nach ihrer Ausbildung in allen Berufsfeldern der Pflege zu arbeiten und ihre berufliche Karriere flexibel zu gestalten“, sagt Regina Rocca.

Die Zahl der Ausbildungsplätze von gegenwärtig 80 wird sich auf 150 bis Oktober 2020 erhöhen.