Norderstedt

Süchtiger will Drogen kaufen – während Polizeikontrolle

Ein Mann wird in Handschellen gelegt (Symbolbild).

Ein Mann wird in Handschellen gelegt (Symbolbild).

Foto: Frank May / picture alliance / Frank May

Verdeckte Ermittler hatten gerade seinen Dealer festgenommen – ein Süchtiger erkannte das nicht und wollte trotzdem Drogen einkaufen.

Norderstedt.  Eigentlich wollten die fünf Zivilfahnder der Norderstedter Polizei in Norderstedt-Mitte Fahrraddiebe erwischen. Dass ihnen am Ende ein Schlag gegen den Straßendrogenhandel gelingen sollte, hatten sie Kommissar Zufall zu verdanken – und der Begriffsstutzigkeit der ermittelten Täter.

Den Beamten in Freizeitklamotten fiel hinter der „TriBühne“ auf dem Jörg-Peter-Hahn-Platz ein 55-jähriger Norderstedter auf. Der traf Bekannte und verkrümelte sich mit ihnen in entlegene Bereiche, ganz augenscheinlich um etwas auszutauschen. Die Fahnder zückten die Ausweise und kontrollierten den 55-Jährigen und einen 36-jährigen vermeintlichen Käufer. Da stieß ein 38-jähriger aus Norderstedt dazu und sprach den festgenommenen 55-Jährigen an. „Hast du was für mich?“, fragte er und wollte offenbar einen weiteren Drogendeal anbahnen. Der 55-Jährige versuchte den Kunden nun durch Gestik und Mimik auf den etwas ungünstigen Zeitpunkt seiner Anfrage aufmerksam zu machen und wies ihn letztlich ab. Doch der kapierte nichts und wurde nun sogar wütend. Den Beamten wurde es zu bunt: Sie zückten abermals die Ausweise.

In der Tasche hatte der 55-Jährige Betäubungsmittel in kleinen Portionen. In seiner Wohnung fanden die beamten weitere Drogen sowie mehrere Messer. Auch gegen die beiden mutmaßlichen Käufer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Und auch das eigentliche Ziel der Zivilfahnder wurde erreicht: Einer der Käufer war mit einem als gestohlen gemeldeten Rad unterwegs.