Norderstedt
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Weniger Verkehr und bessere Busverbindungen

Die Parteivorsitzende Katrin Fedrowitz und Fraktionschef Nicolai Steinhau-Kühl von der SPD stellten sich den Fragen und Wünschen der Bürger in Norderstedt-Mitte.

Die Parteivorsitzende Katrin Fedrowitz und Fraktionschef Nicolai Steinhau-Kühl von der SPD stellten sich den Fragen und Wünschen der Bürger in Norderstedt-Mitte.

Foto: Burkhard Fuchs / fuchs

40 Norderstedter diskutieren mit SPD-Stadtvertretern in Norderstedt-Mitte über Entwicklungskonzepte. Andere Stadtteile sollen folgen.

Norderstedt. Keinen leichten Stand hatten die SPD-Stadtvertreter bei ihrer Stadtteilrunde „SPD vor Ort“ in Norderstedt-Mitte. Etwa 40 Bürger und Anlieger stellten in der Hopfenliebe allerhand Wünsche und Forderungen an Fraktionschef Nicolai Steinhau-Kühl. Die Rathausstraße müsse verkehrsberuhigter sein, die Heidbergstraße zu einer Einbahnstraße erklärt, die Busverbindungen besser aufeinander abgestimmt und insbesondere in den späten Abendstunden ausgeweitet werden.

„Die Autos kriegen wir nicht weg“, sagte Steinhau-Kühl. Als Ost-West-Verbindung sei die Rathausallee für Norderstedt unverzichtbar. „Wir können die Verkehrsbelastung für die Anlieger nur verbessern. Umleiten wollen wir den Verkehr nicht.“ Sonst würden andere Wohngebiete leiden.

In spätestens zwei Jahren solle politisch beschlossen sein, ob eine Spur der Rathausallee zur Fahrradstraße ausgebaut oder nur der Bürgersteig mit Radweg verbreitert werde. Auch eine „Shared-Space“-Straße sei denkbar, die Fußgänger, Rad- und Autofahrer für gleichberechtigt erklärt. Entsprechende Vorschläge lägen vor, die politisch beraten und beschlossen werden müssten. Das gelte auch für die Umgestaltung des Rathausplatzes, der attraktiver und mehr Bereiche zum „Sitzen, Chillen und Klönschnack“ bieten solle.

Auf der Festwiese an der Ulzburger Straße sollen bald 250 Wohnungen in bis zu fünfgeschossigen Mehrfamilienhäusern entstehen, kündigte Steinhau-Kühl an. 30 Prozent davon sollten öffentlich gefördert sein.

Von einer Heidbergstraße, die nur in einer Richtung zu befahren wäre, halte er nichts, sagte der Fraktionschef. Die Grundstücke würden über zwei neue Zufahrten zur Ulzburger Straße erschlossen. Für besseren ÖPNV will sich die SPD bei der SVG Südwestholstein einsetzen, die den Busverkehr in drei Kreisen managt.

„Wir müssen dichter am Bürger dran sein“, sagte die SPD-Vorsitzende Katrin Fedrowitz und will diese Gespräche auch in anderen Stadtteilen anbieten.