Norderstedt
Kreis Segeberg

Kameraden der Feuerwehr werden Felix’ Paten

Die Abordnung der Feuerwehr Wulksfelde mit Felix und den Eltern.

Die Abordnung der Feuerwehr Wulksfelde mit Felix und den Eltern.

Foto: FF Wulksfelde

Die Wulksfelder Feuerwehr übernimmt die Patenschaft für ein kleines Kind. Wie es zu der ungewöhnlichen Taufe im Gerätehaus kam.

Tangstedt-Wulksfelde..  Die Freiwillige Feuerwehr in Wulksfelde ist wohl die erste Feuerwehr im Kreis Segeberg, die sich jetzt Patenonkel nennen kann. Und das kam so.

Als Teil des Programms „Kirche unterwegs“ hatte die evangelische Kirchengemeinde Tangstedt im Gerätehaus der Feuerwehr einen Feuerwehrgottesdienst mit etwa 80 Besuchern gefeiert. Die Besonderheit dieses festlichen Rahmens war die kirchliche Taufe des kleinen Wulksfelders Felix. Und die gesamte Feuerwehr hatte sich entschlossen, die Patenschaft für den Lütten zu übernehmen.

Dem Anlass entsprechend hatten die Feuerwehrangehörigen die Fahrzeughalle vorbereitet und aus Feuerwehrgerätschaften ein Kreuz gebaut. Bis fast auf den letzten Platz waren die Bänke besetzt, als der Gottesdienst begann. In seiner Begrüßungsrede beschrieb Andreas Riecken, Ortswehrführer der FF Wulksfelde, das Leben und Wirken des heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute, der sich, ohne auf das eigene Leben achtend, im 3. Jahrhundert nach Christus für seine Mitmenschen opferte. „Noch gibt es in unserer Welt Frauen und Männer, die die Lasten der anderen tragen, die beherzt zupacken, wenn sie gebraucht werden, die Gefahren wenden und Leid lindern. Aber es finden sich immer weniger, die zusätzlich zur Familie und Arbeitslast bereit sind sich in den Dienst am Nächsten zu stellen, dabei werden die Anforderungen für die freiwilligen Feuerwehren immer größer.“

Im Anschluss an die feierliche Taufzeremonie überreichte die Feuerwehr Wulksfelde das Maskottchen Konrad als symbolischen Schutz für Felix. Und natürlich wollen die Kameraden auch immer ein Auge auf den Kleinen haben. „Wir waren sofort begeistert von der Idee eines Feuerwehrgottesdienstes in unserem Gerätehaus. In der heutigen Zeit müssen wir auf die Menschen zugehen, wir können nicht mehr darauf vertrauen, dass die Menschen ohne Anlass zu uns kommen“, sagt Riecken. Die Patenschaft sei spontan an die Wehr herangetragen worden. „Und wir sind sehr stolz darauf!“ Im Kreis Stormarn ist die Wehr wohl die einzige, die eine Patenschaft für einen Täufling übernommen hat. „Man muss eben neue Wege gehen. Wir wünschen unserem Patenkind alles Gute für den weiteren Lebensweg“, sagt Andreas Riecken.