Norderstedt
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Beim Energiefest entdecken Besucher das Wasserwerk

Michael Kühn spielt mit seiner drei Jahre alten Tochter Merle auf der Wasserbaustelle.

Michael Kühn spielt mit seiner drei Jahre alten Tochter Merle auf der Wasserbaustelle.

Foto: Annabell Behrmann

Stadtwerke feiern 100. Geburtstag. Kinder lernen spielerisch, wie das Wasser der Stadtwerke zu ihnen nach Hause gelangt.

Norderstedt..  „Wo kommt eigentlich unser Wasser her?“, haben Angie Güldenpenning und Nils Waldschläger ihren fünf Jahre alten Sohn Mika am Sonntagmorgen beim Frühstück gefragt. „Natürlich aus dem Wasserhahn“, antwortete dieser zunächst. Um ihrem Sohn zu zeigen, wie das Wasser wirklich zu ihnen nach Hause gelangt, sind die Eltern mit ihm zum Energiefest der Stadtwerke Norderstedt gefahren.

Anlässlich des 100. Geburtstages der Stadtwerke konnten die Besucher am Sonntag das Wasserwerk Friedrichsgabe an der Oadby-and-Wigston-Straße besichtigen und hier alles rund um die Themen Energie und Wasser erfahren. In mehreren Stationen haben sie das gesamte Wasserwerk von innen erkundet – vom Brunnen bis hin zu zwei großen Trinkwassertanks, die drei Millionen Liter fassen. Für Kinder gab es vor allem auf dem Außengelände jede Menge über das nasse Element zu lernen.

Kinder konnten ihre eigene Filteranlage basteln

Umweltpädagoge Florian Seefluth (36) hat mit ihnen eine eigene Filteranlage gebastelt, um aus verschmutztem Wasser wieder sauberes herzustellen. Dafür gab er den Kindern zunächst einen Stofffetzen in die Hand. Anschließend konnten sie zwischen Blumenerde, Sand und Kies wählen. Mika Waldschläger schichtete alle Zutaten in einem Plastikbecher übereinander. Anschließend kippte er dreckiges Wasser obendrauf – weil der Becher ein Loch im Boden hatte, tropfte eine klare Flüssigkeit unten wieder heraus. „Wir können in der Wildnis überleben“, jubelte Mutter Angie Güldenpenning. Trinken konnte die Familie das Wasser allerdings nicht. „Die Bakterien wurden nicht herausgefiltert“, erklärte Umweltpädagoge Florian Seefluth.

Außerdem konnten sich die Kinder schminken lassen, mit der Bimmelbahn zum Blockheizkraftwerk am Falkenkamp fahren oder an der Wasserbaustelle spielen. So wie Merle Kühn. Die Dreijährige ließ bunte Bälle durch Röhren rutschen und goss mit der Gießkanne Wasser nach. „Wir haben unserer Tochter vorab erklärt, wie ein Wasserwerk funktioniert und sind nun zum Spielen mit ihr hergekommen“, sagte Vater Michael Kühn. Für eine entspannte Atmosphäre sorgte zudem Live-Musik von der Gruppe Milou & Flint.