Norderstedt
Kreis Segeberg

39 Wohnungen für Senioren in Henstedt-Ulzburg

Das Projekt kostet 4,85 Millionen Euro. 77 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert. 

Das Projekt kostet 4,85 Millionen Euro. 77 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert. 

Foto: Christopher Herbst

Neubau in Henstedt-Ulzburg beinhaltet auch eine Demenzpflegestation. 31 Wohnungen werden von der Investitionsbank Schleswig-Holstein gefördert.

Henstedt-Ulzburg. „Der Anteil von geförderten Wohnungen sucht seinesgleichen“, sagte Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer anlässlich des Richtfestes für ein Projekt, dessen Fertigstellung längst in Sicht ist. In der Schulstraße, also nur wenige Fußminuten von der Ortsmitte entfernt, entsteht etwas, das selbst der Bauherr Michael Demandt als „ambitioniert“ beschreibt: eine Seniorenwohnanlage mit 27 Wohnungen, dazu eine Wohngruppe mit zwölf weiteren Wohnungen für Demenzkranke und eine Tagespflegestation. Die Investitionssumme beträgt 4,85 Millionen Euro. Der erste Bauabschnitt soll im September, der zweite im Januar abgeschlossen sein.

31 der Wohnungen sind gefördert über die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Das ist erheblich, gerade mit Blick auf die gesamte Großgemeinde, wo sich die Politik bisher sehr schwer getan hat damit, Investoren klare Vorgaben für Quoten zu machen. Michael Demandt sagte, man habe „relativ zeitnah“ die Investitionsbank eingebunden. „Die Demenzpflege wollten wir von vornherein.“ Von den fünf Wohnungen, die für eine bis drei Personen geeignet sind, seien bis auf fünf bereits alle vermietet.

Bürgermeister Bauer deutete an, dass der Planungsprozess nicht einfach gewesen sei. „Der Architekt Gerd Goldammer hat mühselige Überzeugungsarbeit in den Ausschüssen geleistet. Sie leisten mehr als alle anderen Investoren in Henstedt-Ulzburg in den letzten Jahren zusammen.“ Anfänglich hatte es Skepsis gegeben, ob sich der Bau mit seiner Höhe in die Umgebung einfügen könne. Das ist mit den jetzt drei – zunächst waren vier angedacht gewesen – Geschossen aber kein Thema mehr. Dazu wird es auf dem Grundstück ausreichend Pkw-Stellflächen geben. Direkter Nachbar ist die Kreuzkirche, der das Gelände zuvor auch gehört hatte. Pastor Mathias Krüger sprach ein Grußwort und segnete den Bau. „Christus mansionem benedicat“ – diese traditionelle Inschrift der Sternensinger wird später über dem Hauseingang zu lesen sein.