Norderstedt/Kaltenkirchen

100 Fahrradfans diskutieren über geplanten Radschnellweg

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Segebergs Radverkehrsbeauftragter Joachim Brunkhorst (l.) und Bad Bramstedts Bürgermeisterin Verena Jeske (r.) mit Sabrina Perlitius und Jonas Göber vom Planungsbüro PGV Alrutz aus Hannover.

Segebergs Radverkehrsbeauftragter Joachim Brunkhorst (l.) und Bad Bramstedts Bürgermeisterin Verena Jeske (r.) mit Sabrina Perlitius und Jonas Göber vom Planungsbüro PGV Alrutz aus Hannover.

Foto: Burkhard Fuchs

47 Kilometer lang und vier Meter breit soll die Trasse werden, die von Bad Bramstedt über Henstedt-Ulzburg und Norderstedt bis nach Hamburg führt

Norderstedt/Kaltenkirchen.  Fast 100 Politiker, Bürger und Fahrrad-Fans kamen zur ersten öffentlichen Präsentation des geplanten Radschnellwegs von Bad Bramstedt über Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und Norderstedt nach Hamburg. Die Besucher machten in der Feuerwache Kaltenkirchen Vorschläge, wie die 47 Kilometer lange und vier Meter breite Strecke vom Marktplatz in Bad Bramstedt bis zur U-Bahn-Haltestelle Sengelmannstraße in der City-Nord verlaufen soll.

„Ohne Eingriffe in die vorhandene Verkehrssituation wird es nicht gehen“, sagte Elke Willhaus vom Planungsbüro (PGV) Alrutz aus Hannover. So würden für den schnellen Radweg Pkw-Parkplätze wegfallen müssen. Es könnte Grunderwerb nötig sein, Bäume könnten im Weg stehen, bauliche Maßnahmen notwendig sein. Zielgruppe seien Berufs- und Schulpendler, weniger die Freizeitradler. Darum sollten die Radschnellwege auch möglichst dicht an Wohn- und Gewerbegebieten sowie Schulen vorbeiführen und Bushaltestellen und Bahnhöfe anschließen, damit die Radler in andere, schnellere Verkehrsmittel umsteigen können. Die schnellen Wege müssten in das Radverkehrsnetz der jeweiligen Kommunen integriert werden.

In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmer die Vorschläge. Joachim Brunkhorst vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in Norderstedt, zugleich Radverkehrsbeauftragter des Kreises Segeberg, hielt eine Trasse von Ulzburg-Süd über Norderstedt-Mitte bis Garstedt entlang der AKN-Bahntrasse für sinnvoll. Möglich wäre auch eine östliche Umfahrung, die vom AKN-Bahnhof Meeschensee über die Wilstedter Straße durch den Rhen zur Schleswig-Holstein-Straße und an dieser entlang bis nach Ochsenzoll führt. Alternativ könnte dieser Weg auch am Gewerbegebiet an der Oststraße zur Harckesheyde abknicken und über die Falkenbergstraße und Fadens Tannen an den Wohnsiedlungen vorbeigehen.

Die dritte Variante würde zwei AKN-Stationen südlicher an der Quickborner Straße westlich über die Lawaetz-, Oadby-and-Wigston-Straße, Friedrichsgaber-Weg, Niendorfer Straße und In de Tarpen zum Krohnstiegtunnel zur südlichen Stadtgrenze nach Hamburg führen. Diese westliche Umfahrung hielte Radexperte Brunkhorst für die beste Lösung, weil sie das große Neubaugebiet am Garstedter Dreieck radverkehrsmäßig gut anschlösse und Norderstedt ein erhebliches Wachstumspotenzial von noch nicht erschlossenen Baugebieten entlang dieser Strecke ließe. Bad Bramstedts Bürgermeisterin Verena Jeske sagte: „Weil viele unserer Bürger in Hamburg arbeiten, könnte der Radschnellweg eine gute Alternative für den Autoverkehr sein.“

Am Freitag, 24. Mai, können die Norderstedter erneut mitreden und mitplanen, wo der Radschnellweg entlangführen soll. In der Kirchengemeinde St. Annen am Schmuggelstieg 22 in Hamburg-Langenhorn beginnt um 17 Uhr die nächste Beteiligungsrunde. Nähere Infos online unter www.metropolregion.hamburg.de/radschnellwege.

( bf )

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