Norderstedt
Ellerau

Kriminalpolizei ermittelt nach dem Großfeuer

Ein Bagger riss die Wände der Lagerhalle ein.

Ein Bagger riss die Wände der Lagerhalle ein.

Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg

120 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Ellerau, Alveslohe und Quickborn rückten zur Brandstelle aus. Ermittler schließen Brandstiftung nicht aus

Ellerau.  Ein Großfeuer hat eine Lagerhalle in Ellerau weitgehend zerstört. 120 Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Polizisten waren an der Unglücksstelle an der Werner-von-Siemens-Straße im Einsatz. „Zurzeit kann eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden“, sagte ein Polizeisprecher.

Mit dem Stichwort „Feuer groß“ hatte die Rettungsleitstelle am Dienstag um 18.44 Uhr die komplette Ellerauer Feuerwehr alarmiert. Die Halle liegt nur wenige Hundert Meter von der Wache entfernt. Als die Feuerwehr eintraf, waren bereits zwei Fenster wegen der großen Hitze zerborsten. Aus dem Gebäude quoll dichter schwarzer Qualm. „Die Sicht lag bei nicht einmal zehn Zentimetern“, sagte Wehrführer Jan Ahlers. Nach seinen Angaben lagen im Erdgeschoss des dreistöckigen Hauses große Mengen Müll.

Ahlers forderte zur Unterstützung die Feuerwehren aus Alveslohe und Quickborn an. Außerdem rückten Gefahrgutexperten des Kreisfeuerwehrverbandes aus, um die Einsatzkleidung der Löschtrupps zu dekontaminieren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen.

Um an die Brandnester zu gelangen, setzte die Feuerwehr einen Bagger ein, der außerdem Teile einer Wand einriss. Erst gegen 23.40 Uhr konnte Ahlers „Feuer aus“ melden.

Um 5.33 Uhr wurde die Feuerwehr erneut in die Halle gerufen. Ob dort ein weiteres Feuer gelegt wurde oder ob die Feuerwehr zuvor den Brand nicht komplett abgelöscht hatte, ist unklar. Hinweise zu den Bränden nimmt die Kripo unter 040/52 80 60 entgegen.