Norderstedt
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Linkenpolitiker wollen mehr Betreuer für Obdachlose

Ein Altbau der Obdachlosenunterkunft der Stadt Norderstedt am Langenharmer Weg 132.

Ein Altbau der Obdachlosenunterkunft der Stadt Norderstedt am Langenharmer Weg 132.

Foto: HA / Andreas Burgmayer

60 Menschen leben in der Unterkunft am Langenharmer Weg. Psychische Auffälligkeiten unter ihnen nehmen zu. Sozialausschuss debattiert zum Thema.

Norderstedt.  Für die Betreuung der Bewohner in der Notunterkunft am Langenharmer Weg sollen künftig zwei Vollzeitstellen zur Verfügung stehen. Bisher ist dafür eine Stelle vorgesehen. Die Linke fordert die Verdopplung in einem Antrag für die morgige Sitzung des Sozialausschusses, die um 18.30 Uhr im Rathaus beginnt.

Die aktuelle Regelung sei veraltet, sie gehe auf das Jahr 2009 zurück. „Bereits 2013 stellte die Verwaltung fest, dass lediglich für einen Teil der Bewohner eine sozialpädagogische Betreuung vorhanden ist“, heißt es im Antrag. Zu der Zeit lebten 35 Bewohner in der Einrichtung, seitdem habe sich die Zahl auf 60 erhöht. Bei gleichem Betreuungsschlüssel sei eine effektive Betreuung der Menschen nicht möglich, zumal psychische und soziale Auffälligkeiten zugenommen hätten.

Auch Frauen, die beispielsweise Opfer häuslicher Gewalt wurden, seien vermehrt auf die Notunterkunft angewiesen. Sie sollten, so die Linke, auch von Frauen betreut werden. Die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Arbeit mit aggressiven Bewohnern sei nicht gewährleistet. Ein Auftreten nach dem Vier-Augen-Prinzip würde die Situationen entschärfen.