Norderstedt
Bildung

Musikschule in Norderstedt will Gebühren erhöhen

Soll teurer werden: Die Musikalische Früherziehung in Norderstedt.

Soll teurer werden: Die Musikalische Früherziehung in Norderstedt.

Foto: ha

Wer in Norderstedt ein Instrument lernen, im Chor singen oder Kinder früh an Musik heranführen will, muss künftig mehr Geld ausgeben.

Norderstedt. Die städtische Musikschule in Norderstedt will die Gebühren anheben, sie sollen zum August um rund fünf Prozent steigen. Entscheiden müssen die Stadtvertreter in der heutigen Sitzung, die um 19 Uhr im Rathaus beginnt.

Aus der Vorlage der Verwaltung ergibt sich, dass Jugendliche für 30 Minuten Einzelunterricht in Zukunft 788 Euro statt bisher 750 Euro pro Schuljahr zahlen müssen. Für Erwachsene steigt das Entgelt von 935 auf 982 Euro. Für 40 Minuten Gruppenunterricht zu zweit sollen dem Wunsch der Musikschule entsprechend von August an 579 Euro an Gebühren anfallen, 28 Euro mehr als jetzt.

Die Kinderkurse werden ebenfalls teurer, für die Musikalische Früherziehung und das Kreativkarussell müssen die Eltern 318 Euro und damit 15 Euro mehr als in der aktuellen Preisliste genannt ausgeben, sollten die Politiker den höheren Gebühren zustimmen.

Nächste Erhöhung sollte erst 2019/2020 folgen

Die Verwaltung verweist auf den Beschluss von 2016. Danach wurden die Entgelte zum Schuljahr 2017/ 2018 um drei Prozent angehoben. Die nächste Erhöhung sollte frühestens zum Schuljahr 2019/2020 erfolgen. Diese Notwendigkeit ist nach Ansicht der Musikschule jetzt eingetreten. Zum einen hätten die Tariferhöhungen die Personalkosten in die Höhe getrieben, seit 2015 jährlich zwischen 2,4 und 3,19 Prozent. Zum anderen sind die Einnahmen laut Berechnung der Stadt leicht gesunken, von knapp 626.000 Euro im Jahr 2015 auf 621.000 Euro im vorigen Jahr. Die Zahl der Unterrichtsstunden pro Woche sei im gleichen Zeitraum von 637 auf 567 gesunken.

Durch vermehrte Angebote für Gruppen und Ensembles, insbesondere in Kitas und den Offenen Ganztagsgrundschulen in Norderstedt, sei es gelungen, die Zahl der erreichten Schüler annähernd konstant zu halten. Auch durch die zusätzlichen Landesmittel in Höhe von rund 16.000 Euro habe die rückläufige Entwicklung der Teilnehmerentgelte zum Teil kompensiert werden können. Diese Förderung der Landesregierung sei zunächst befristet bis 2020. Im Moment laufen Gespräche des Verbandes der Musikschulen in Schleswig-Holstein mit dem Bildungsministerium, um diese erhöhte Zuwendung zu verlängern.

In diesem Jahr Mehreinnahmen von rund 12.500 Euro

„Vor diesem Hintergrund erscheint eine Erhöhung der Musikschulentgelte um rund fünf Prozent zum 1. August sinnvoll“, schreibt die Verwaltung. Dies würde in diesem Jahr zu Mehreinnahmen von rund 12.500, von 2020 an zu einem jährlichen Plus von rund 30.000 Euro führen. Mit den neuen Entgelten liege die Musikschule Norderstedt landesweit immer noch im Mittelfeld, heißt es in der Vorlage für die Stadtvertretung weiter.