Norderstedt
Kreis Segeberg

Wie aus Fossemers Glaskunst ein Kunstbuch wurde

Vor seinen Fenstern in der Naher Kirche präsentiert Uwe Fossemer das Buch, in dem seine Glaskunst-Fenster im Kloster Betzdorf mit Schwarzweiß-Fotografien und meditativen Texten eine Wechselbeziehung eingehen.

Vor seinen Fenstern in der Naher Kirche präsentiert Uwe Fossemer das Buch, in dem seine Glaskunst-Fenster im Kloster Betzdorf mit Schwarzweiß-Fotografien und meditativen Texten eine Wechselbeziehung eingehen.

Foto: Heike Linde-Lembke

Der Itzstedter Künstler Uwe Fossemer stellt das Werk am Sonnabend, 23. März, in der Naher Kirche mit dem Historiker Ulrich Kuder vor.

Itzstedt. Uwe Fossemer ist glücklich. Eines seiner Hauptwerke fand jetzt eine Fortsetzung in dem umfangreichen und aufwendig gestalteten Bildband „Licht der Schöpfung. Die Glasfenster von Uwe Fossemer im Missionshaus der Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie in Betzdorf“. Am morgigen Sonnabend stellt der Itzstedter Glaskünstler das Buch mit dem Kieler Kunsthistoriker Ulrich Kuder von 11 Uhr an in der Naher Auferstehungskirche und im Gemeindehaus vor.

„Uwe Fossemer hat in seinem Werk die traditionelle Ikonographie erweitert und eine eigene Bildsprache entwickelt“, sagt Ulrich Kuder, emeritierter Professor der Christian-Albrechts-Universität in der Landeshauptstadt Kiel, der über Kunstgeschichte promovierte. „Ich freue mich sehr, denn mit diesem Buch erfährt meine Arbeit eine Wertschätzung“, sagt Uwe Fossemer.

Bereits 2006 hat Fossemer eine Serie für das Kloster geschaffen

Aus seinen Glaskunst-Fenstern im Kloster Betzdorf bei Siegen sei mit dem Buch wiederum ein eigenständiges Werk entstanden. Bereits 2006 hat er die Glasfenster-Serie „Licht der Schöpfung“ für das Kloster geschaffen. In dem Buch werden die einzelnen, sehr narrativen Fenster-Motive, darunter auch markant geschnittene Details, in Kapiteln wie „Wie das Licht entstand“, „Wakan Tanka – indianischer Schöpfungsmythos“, „Liebe“, „Yin und Yang“, „Der Fisch“, „Wo warst Du, Mensch?“ nach Hiob bis zu „Arbeit im Weinberg“ wieder aufgenommen. Ergänzt werden die Motive von Meditations- und anderen Texten, beispielsweise von Ernesto Cardenal.

Die Texte gehen mit den Fossemer-Motiven ebenso eine meditative Wechselbeziehung ein wie die Schwarzweiß-Fotografien von Magnus Contzen, der Menschen aus aller Welt eindrucksvoll porträtierte. Ergänzt wird das Buch von einem Plan, der den Verlauf der Glasfenster Uwe Fossemers in dem 50 Meter langen Wandelgang im Betzdorfer Kloster zeigt. „Mit den zahllosen Details dieser Glasfenster von Uwe Fossemer wird der Weg durch den Gang immer wieder zu einer Entdeckungsreise in die Ferne und ins eigene Ich“, sagt Michael Baumbach, Pater im Kloster.

„Das Buch macht jetzt die religiöse, weltliche und auch wissenschaftliche Symbolwelt meiner Fenster im Kloster für alle Welt zugänglich“, freut sich Uwe Fossemer.