Norderstedt
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CDU will frisch gekochtes Essen für die Kitas

Kita-Mittagessen: Meistens kochen Caterer für die Kleinen.

Kita-Mittagessen: Meistens kochen Caterer für die Kleinen.

Foto: Jens Büttner / dpa

Jugendhilfeausschuss beschließt einen Prüfauftrag für den Bau einer städtischen Produktionsküche. Europaweite Ausschreibung nötig.

Norderstedt. Der Jugendhilfeausschuss der Norderstedter Stadtvertretung hat beschlossen, was in den städtischen Kitas und Horten in den kommenden zwei Jahren zum Mittagessen auf den Tisch kommt. Einstimmig entschieden die Politiker, dass es von September an bis 2021 bei der bisherigen Regelung bleiben soll.

Die beiden städtischen Produktionsküchen sollen vier der städtischen Einrichtungen versorgen, externe Küchen übernehmen das Kochen für fünf weitere Einrichtungen der Stadt.

Die Produktionsküche in der Kita Pellworminsel kocht für die Kinder in den Kitas Storchengang und Wichtelhöhe mit und produziert täglich 260 Essen. Die Küche in der Kita Tannenhof bereitet täglich 135 Essen für die Standorte Siedlerweg und Schillerstraße. Externe Versorger übernehmen die Mittagsverpflegung in den Kitas Friedrichsgabe, Pusteblume, Sternschnuppe/Ministerne und am Forstweg, ebenso im Hort Pellwormstraße. Hier müssen täglich 468 Essen geliefert werden.

Wer den Auftrag dazu bekommt, wird nun die europaweite Ausschreibung ergeben. Das Budget der Stadt sieht vor, dass der Preis pro Essen nicht höher als 3,19 Euro brutto liegen darf. Den Zuschlag sollen aber bevorzugt Caterer bekommen, die einen hohen Vollwert- oder Bioanteil im Angebot haben – auch wenn sie über dem Preis liegen. Laut Stadt kostet vollwertiges Kitaessen pro Person etwa 3,10 bis 3,46 Euro brutto pro Portion.

Die CDU würde das Essen für die kleinen Norderstedter am liebsten komplett in stadteigenen Produktionsküchen herstellen lassen. In der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses sucht die Fraktion deshalb eine Mehrheit für einen Prüfauftrag an die Verwaltung.

Das Rathaus soll der Politik darstellen, ob der Betrieb einer neuen, zusätzlichen städtischen Küche wirtschaftlich sinnvoll ist. „Die Verwendung von biologischen Produkten, mindestens aber von Zutaten aus regionalem, integriertem Anbau, sollte in diesem Eigenbetrieb Vorrang haben“, sagt Petra Müller-Schönemann (CDU).