Kreis Segeberg

Bürger stellen Ideen für Radschnellweg vor

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Michael Schick
Zwischen Hamburg und und Bad Bramstedt soll ein Radschnellweg entstehen. Dafür konnten die Bürger Ideen einreichen (Symbolbild).

Zwischen Hamburg und und Bad Bramstedt soll ein Radschnellweg entstehen. Dafür konnten die Bürger Ideen einreichen (Symbolbild).

Foto: HA / orange edge

Kommentare beziehen sich auf die Verbindung vom Hamburger Norden nach Bad Bramstedt. Favorit ist der Weg entlang der U-Bahn- und AKN-Gleise.

Kreis Segeberg. . Entlang der U-Bahn- und der AKN-Gleise von Garstedt bis in den Norderstedter Norden – diese Strecke findet große Zustimmung unter denen, die sich an der Online-Umfrage zum künftigen Radschnellweg von Hamburg-Alsterdorf bis nach Bad Bramstedt beteiligt haben. Auf acht Routen sollen vor allem Pendler künftig in flottem Tempo nach Hamburg radeln können. Zu diesem Leitprojekt der Metropolregion Hamburg gehört auch die 30,4 Kilometer lange Strecke von Norderstedt nach Bad Bramstedt und das Gegenstück von Norderstedt Richtung Hamburger City.

Die Profi-Planer haben Korridore für die schnelle Verbindung festgelegt, jetzt hatten die Bürger das Wort. 72 Kommentare gibt es für die Route im Kreis Segeberg, insgesamt haben sich 750 Bürger beteiligt. „Mit zum Teil sehr differenzierten Beiträgen“, sagt Marion Köhler, Sprecherin der Metropolregion. Die meisten Vorschläge hätten sich darauf bezogen, vorhandene Verbindungen zu ertüchtigen und punktuelle Barrieren zu beseitigen. Viele Vorschläge hätten Teilstrecken zum Thema. Auch der Wunsch nach Zubringern aus der direkten Umgebung sei oft geäußert worden.

Queren Straßen den Radweg, müssen Radler Vorrang bekommen

Zwar bekommt der vorhandene Rad- und Fußweg entlang der Gleise in Norderstedt viel Zustimmung, aber: Die Bürger kritisieren, dass die Straßen, die den Weg queren, schnelles Vorankommen verzögern, weil die Autofahrer dort Vorfahrt haben. Radler sollten Vorrang an der Marommer und an der Heidbergstraße bekommen. Die Ohechaussee sei wegen des starken Verkehrs nur schwer zu überqueren, deswegen solle für Radler eine Brücke oder ein Tunnel gebaut werden. An der Quickborner Straße stoppten zudem die AKN-Schranken die Radler. Die Bahnstrecke absenken und den Radweg ab Schleswiger Hagen auf die Ostseite der Gleise legen, lautet ein Vorschlag. Auf alten Wirtschaftswegen von Henstedt-Ulzburg nach Kaltenkirchen oder entlang der AKN-Gleise – die Meinungen waren unterschiedlich. So plädieren die einen dafür, Wohngebiete einzubeziehen, andere wollen durch die Natur radeln.

„Die Beiträge und Kommentare fließen in die konkrete Ausarbeitung von Streckenvorschlägen durch die Planungsbüros ein“, sagt Köhler. Vom Frühjahr an sollen sie in Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Städten und Gemeinden diskutiert und weiter ausgearbeitet werden. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Die Ergebnisse der Online-Umfrage stehen unter http://metropolregion.hamburg.de/rsw-badbramstedt-hh im Internet.

( ms )

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