Norderstedt
Kreis Segeberg

Henstedt-Ulzburg fordert Hilfe bei Entwicklung

In der Stellungnahme fordert die Verwaltung eine bessere Teilhabe an Wohnungsbauförderung oder ein Förderprogramm, mit dem jungen Familien der Hausbau oder -kauf erleichtert würde (Symbolbild).

In der Stellungnahme fordert die Verwaltung eine bessere Teilhabe an Wohnungsbauförderung oder ein Förderprogramm, mit dem jungen Familien der Hausbau oder -kauf erleichtert würde (Symbolbild).

Foto: dpa Picture-Alliance / Andrea Warnecke / picture alliance / dpa Themendie

In einer Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan stellt die Verwaltung der Gemeinde Forderungen an die Kieler Landesregierung.

Henstedt-Ulzburg. Über den Landesentwicklungsplan (LEP) regelt Schleswig-Holstein, wo im nördlichsten Bundesland Wohnungsbau und Gewerbe vorangebracht werden sollen, Natur und Umwelt geschützt, Infrastruktur entstehen kann oder Rohstoffe abgebaut werden können. Henstedt-Ulzburgs Rolle darin: Die Großgemeinde ist Träger des Wohnungsbaus und wirtschaftlicher Entwicklung – sprich: ein Verdichtungsraum.

In ihrer Stellungnahme zum LEP stimmt die Verwaltung diesem aber nicht uneingeschränkt zu. „Mittlerweile sind die Flächen begrenzt“, heißt es in dem Papier, mit dem sich der Planungsausschuss heute ab 18.30 Uhr im Ratssaal befassen wird. Demnach stünden für die „Aktivierung vorhandener Innenentwicklungspotenziale“ nicht genügend Ressourcen zur Verfügung.

So fordert Henstedt-Ulzburg eine „Initiative der Landesplanung, entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen“, um die Verdichtungsziele zu erreichen. Beispiele seien: eine bessere Teilhabe an Wohnungsbauförderung oder ein Förderprogramm, mit dem jungen Familien der Hausbau oder -kauf erleichtert würde. Dazu müsse die Finanzierung der Kinderbetreuung durch höhere Zuschüsse ausgebaut und gesichert werden.

Akzeptanz der Bürger für Wachstum oft nicht vorhanden

Ein Widerspruch wird genannt, der viele Menschen im Ort beschäftigt. So sollten Siedlungsräume von Planungen für Windkraft oder Hochspannungsleitungen frei gehalten werden – für diese Meinung wird die Verwaltung breite Zustimmung bekommen. Schließlich soll die „Ostküstenleitung“ die Gemeinde entlang der Pinnauwiesen queren – und im Bereich Beckershof plant der Netzbetreiber Tennet ein Umspannwerk. „Solche Anlagen sollten auf weniger besiedelte Gebiete verlegt werden“, so die Stellungnahme. Die Stromtrasse würde den Zielen der Raumordnung widersprechen.

Letztlich mahnt Henstedt-Ulzburg: Die Lebensqualität sollte gesichert und ökologische Belange berücksichtigt werden. „Nachverdichtung ist ohne Akzeptanz der Bürger nicht zu leisten.“