Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Wird Danielsky heute neuer Bürgervorsteher?

Der künftige Bürgervorsteher Henry Danielski (v.l.), Doris Tachezy (Seniorenbeirat-Vorsitzende) und Bürgermeister Stefan Bauer beim Neujahrsempfang.

Der künftige Bürgervorsteher Henry Danielski (v.l.), Doris Tachezy (Seniorenbeirat-Vorsitzende) und Bürgermeister Stefan Bauer beim Neujahrsempfang.

Foto: Hans-Eckart Jaeger

Da die CDU nun stärkste Fraktion in der Gemeindevertretung ist, soll heute Abend Henry Danielski als Bürgervorsteher gewählt werden.

Henstedt-Ulzburg.  Die veränderten Machtverhältnisse in der Lokalpolitik führen dazu, dass Henstedt-Ulzburg heute in der Sitzung der Gemeindevertretung (19.30 Uhr, Ratssaal) einen neuen Bürgervorsteher bekommt. Wie berichtet, hat sich Anfang des Jahres ein Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen gegründet und in der Folge auch eine Fraktion. Deren fünf Gemeindevertreter waren allesamt zuvor bei der WHU (Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg), die damit knapp neun Monate nach der Kommunalwahl ihren Status als stärkste Kraft wieder eingebüßt hat. Einer derjenigen Mandatsträger, der sich den Grünen angeschlossen hat, ist der bisherige Bürgervorsteher Mariano Córdova. „Die CDU ist nunmehr die stärkste Fraktion und ihr steht somit der Anspruch auf die Besetzung des Bürgervorstehers und des ersten stellvertretenden Bürgermeisters zu“, schrieb er in einer Mail Anfang des Monats und kündigte an, sein Amt zur Verfügung zu stellen und nicht erneut zu kandidieren.

Die Wahl des Stellvertreters wird kompliziert

Die CDU mit ihren unverändert neun Gemeindevertretern wird Henry Danielski, derzeit noch Vorsitzender des Feuerwehrausschusses und bereits Stellvertreter von Córdova, als Bürgervorsteher vorschlagen – seine Wahl gilt als sicher. Mit sechs Mandaten wird die SPD einen Stellvertreter nominieren können – vermutlich wie bisher Rudi Hennecke. Danach wird es kompliziert, da sowohl die WHU und die Grünen als auch die BfB (Bürger für Bürger) auf fünf Gemeindevertreter kommen (FDP: drei). Sofern sich die drei Fraktionen nicht vor der Sitzung einigen und zwei freiwillig verzichten, kommt es zu einem Losentscheid.

Ebenso müssen sämtliche Fachausschüsse neu besetzt und die Vorsitzenden gewählt werden. Auch hier kommt es auf Sondierungen im Vorfeld an. Die Grünen beantragen dazu, dass die Ausschüsse künftig 13 statt aktuell noch elf Mitglieder groß sein sollen.