Norderstedt
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Prozess: Autodiebe stehlen 35 Fahrzeuge

Die beiden Angeklagten müssen sich von Donnerstag an vor dem Landgericht Lübeck verantworten (Symbolbild).

Die beiden Angeklagten müssen sich von Donnerstag an vor dem Landgericht Lübeck verantworten (Symbolbild).

Foto: Christophe Gateau / dpa

Die beiden Angeklagten stehen in Lübeck vor Gericht. Der Wert der entwendeten Fahrzeuge beläuft sich auf 840.000 Euro.

Norderstedt.  Vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichtes in Lübeck beginnt am Donnerstag, 14. Februar, der Prozess gegen zwei Männer aus Polen im Alter von 32 und 37 Jahren. Den beiden wird vorgeworfen, im gesamten norddeutschen Raum – unter anderem in Norderstedt – Autos in einem Gesamtwert von 840.000 Euro gestohlen zu haben.

Haupttäter ist offenbar der 32-jährige Angeklagte. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft soll er für 35 vollendete und sechs versuchte Diebstähle hochwertiger Autos verantwortlich sein. Dem 37-jährigen Angeklagten wird die Mittäterschaft in 19 Fällen vorgeworfen und bei den sechs versuchten Diebstahlstaten. Die Täter schlugen in Norderstedt zu, in Glinde, Barsbüttel, Oststeinbek, Geesthacht, Bargteheide, Barmstedt und Halstenbek. Die Taten des jüngeren Angeklagten datieren aus einem Zeitraum zwischen September 2017 und seiner Festnahme im Juli 2018. Der 37-Jährige soll ab Ende Mai 2018 mitgemacht haben.

Abgesehen hatten es die Diebe auf Autos der Marken Ford und Mazda. Ziel war es, die Wagen in ihrem Heimatland gewinnbringend abzusetzen. Die Männer brachen die Wagen gewaltsam auf. Dann starteten sie die Wagen mit Schlüsselrohlingen, die sie mithilfe eines speziellen elektronischen Werkzeugs „angelernt“ hatten. So ließ sich auch die Wegfahrsperre umgehen. In zwei Fällen überwanden die Täter das schlüssellose Startsystem der Autos mit einem Funkwellenverlängerer. Bei sieben Taten sollen die Fahrzeuge mit falschen Kennzeichen versehen worden sein, um sie nach Polen fahren zu können.

Der Gesamtwert der mutmaßlich entwendeten Fahrzeuge beläuft sich auf mehr als 840.000 Euro. Das Gericht hat drei Hauptverhandlungstage anberaumt und einen Zeugen geladen.

Der öffentliche Prozess vor der 3. Großen Strafkammer beginnt am Donnerstag, 14. Februar, um 9.30 Uhr im Gericht an der Schwartauer Landstraße 9–11.