Norderstedt
Kreis Segeberg

Angstfreies Sterben in vertrauter Umgebung

Thomas Schell, Geschäftsführer des Palliativnetzes Travebogen.

Thomas Schell, Geschäftsführer des Palliativnetzes Travebogen.

Foto: Olaf Wiesner / Wiesner

Palliativzentrum Travebogen begleitete in 2018 insgesamt 1302 Menschen. Das entspricht Zuwachs von elf Prozent im Vergleich zu 2017.

Kreis Segeberg.  Das Palliativnetz Travebogen hat im vergangenen Jahr insgesamt 1302 schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet. Das ist ein Zuwachs von elf Prozent. Bei 98 Prozent der Patienten konnte dabei deren Wunsch erfüllt werden, in ihrem Zuhause zu versterben. Im Jahr 2017 wurden noch 1159 Menschen in den Kreisen Segeberg, Ostholstein, Stormarn und der Stadt Lübeck unterstützt.

Das 2009 gegründete Palliativnetz Travebogen ist ein Zusammenschluss von Ärzten, Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, stationären Einrichtungen und Ehrenamtlichen, die eine umfassende palliative Betreuung gewährleisten. Das Ziel ist es, schwerstkranken Menschen ein angst- und schmerzfreies Sterben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen.

„Die Akzeptanz bei Patienten, Angehörigen und Ärzten für unsere Arbeit wächst immer weiter“, sagt Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell. Hintergrund sei vor allem die verbesserte Lebensqualität für die Patienten durch die Behandlung von Schmerzen, Hilfe bei psychischen Problemen und anderen belastenden Symptomen.

Alleine im Raum Lübeck (Region Ost) begleitete Travebogen 2018 insgesamt 587 Menschen (2017: 529). Im Kreis Stormarn (Region Süd) versorgte das Netz 228 Patienten (2017: 163), in Bad Segeberg und Umgebung (Region Nord) 201 Menschen (2017: 148) und rund um Kaltenkirchen (Region West) 209 Patienten (2017: 205).

„Die Begleitung von Palliativpatienten ist eine wichtige Größe in der Unterstützung der Angehörigen, die manchmal rund um die Uhr für die Versorgung der Betroffenen verantwortlich sind“, erläutert Schell.

Aber auch die Entlastung für Hausärzte und Kliniken, die die Patienten verlässlich in die häusliche Betreuung entlassen können, würde eine wichtige Rolle spielen, betont Schell, der in Lübeck zurzeit gemeinsam mit der Vorwerker Diakonie, der Lübecker Hospizbewegung und dem ambulanten Kinderhospizdienst Die Muschel das 1. Hospiz-und Palliativzentrum in Schleswig-Holstein plant.

www.travebogen.de