Norderstedt
Kaltenkirchen

KT startet mit Empfang in das Jubiläumsjahr

Foto: Christopher Herbst

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote würdigt Entwicklung des 125 Jahre alten Sportvereins beim Neujahrsempfang.

Kaltenkirchen.  „Mit 66 Jahren...“ sang die Popband Soateba zur Begrüßung der Gäste. Doch das wurde der Kaltenkirchener Turnerschaft nicht annähernd gerecht. Der Sportverein feiert 2019 sein 125-jähriges Bestehen, er ist damit einer der ältesten Clubs in Schleswig-Holstein. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres lud die KT zu einem Empfang in das Sportlerheim am Marschweg. „Unser genaues Gründungsdatum lässt sich nicht mehr feststellen, weil 1909 bei einem Brand leider unser Protokoll verloren ging“, sagte Thomas Langhein, Vorsitzender des Vereins.

Neben zahlreichen Vertretern aus der Stadt und vielen Förderern war unter anderem auch Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) einer der Gäste. Eigentlich hatte sogar Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zugesagt. Doch es kam etwas dazwischen. „Als Bundesratsvorsitzender hat er die Pflicht, bei Großveranstaltungen anwesend zu sein. Da ist das Protokoll gnadenlos“, sagte Grote mit einem leichten Schmunzeln. Und so weilte der Regierungschef, der zufällig ein großer Handballfan ist, zeitgleich beim WM-Spiel um Platz drei zwischen Deutschland und Frankreich (25:26) im dänischen Herning.

Grotes Ressort umfasst allerdings ebenso den Sport. „Dass ein Verein wie die KT so lange besteht, ist ein klarer Vertrauensbeweis. Es zeigt, dass es zu jeder Zeit ein ansprechendes Sportangebot gegeben hat“, sagte er. „Der Verein hat seine Anpassungsfähigkeit bewiesen und hat viele junge, engagierte Leute.“

In der Tat sind unter den 1859 Mitgliedern laut Kreissportverband Segeberg 1193 Kinder und Jugendliche. „Und es ist ein Verein, der regelmäßig aktuelle Trendsportarten anbietet“, so der KSV-Vorsitzende Holger Böhm. „Dazu hat die KT die meisten lizenzierten Übungsleiter aller Vereine im Kreis. Es wird viel Wert auf die eigene Ausbildung gelegt.“

Übrigens: Daniel Günther soll seinen Besuch in Kaltenkirchen möglichst nachholen. Thomas Langhein schlug vor, das mit einer Teilnahme am 30. Kaltenkirchener Stadtlauf (1. Mai) zu verbinden. „Ich werde ein gutes Wort einlegen“, versprach daraufhin Hans-Joachim Grote.