Kreis Segeberg

Radschnellweg – Die Bürger sollen mitreden

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Mit dem Rad schneller zur Arbeit, zur Schule zum Einkaufen und aufs Auto verzichten – das sollen die Radschnellwege ermöglichen, die von Hamburg aus ins Umland führen werden.

Mit dem Rad schneller zur Arbeit, zur Schule zum Einkaufen und aufs Auto verzichten – das sollen die Radschnellwege ermöglichen, die von Hamburg aus ins Umland führen werden.

Foto: Metropolregion Hamburg

Von Sonnabend, 26. Januar, an haben die Bewohner des Kreises Segeberg die Möglichkeit, online ihre Vorschläge einzubringen.

Kreis Segeberg.  Von Bad Bramstedt nach Norderstedt auf zwei Rädern und in flottem Tempo – das soll der Radschnellweg ermöglichen, der in Hamburg-Alsterdorf oder Winterhude an die Velorouten 4 und 5a anschließt, insgesamt 47 Kilometer lang und eine von acht schnellen Verbindungen ist, die von Hamburg aus ins Umland führen. Nun wird konkret geplant, und dabei können die Bürger mitreden. Die Online-Umfrage wird am Sonnabend, 26. Januar, freigeschaltet (www.metropolregion.hamburg.de/rsw-badbramstedt-hh).

Vier Wochen lang gibt es die Chance, seine Wunschtrasse innerhalb eines noch sehr breiten, vorgegebenen Korridors zu bestimmen. An den AKN-Gleisen entlang oder an der Schleswig-Holstein-Straße entlang, lieber etwas gemächlicher im Grünen oder auf einem Weg, der hohes Tempo zulässt – Norderstedts Radplanerin Christine Hass erwartet durchaus unterschiedliche Vorlieben. Die Teilnehmer der Online-Umfrage können Linien und Punkte eintragen und sie mit Fragen, Kritik oder Vorschlägen verknüpfen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Qualitätsstandards der Wege stehen schon fest

Die Beiträge werden den beteiligten Kommunen und den Planungsbüros für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt. Auch nach Abschluss des vierwöchigen Beteiligungsverfahrens sind alle Beiträge online einsehbar. Was auch immer sich die Radler wünschen, die Qualitätsstandards der schnellen Wege stehen schon fest: Vier Meter breit müssen sie sein, asphaltiert und möglichst querungsfrei, sodass die Radler wenig stoppen müssen, um Autos passieren zu lassen. Von diesen Auflagen kann bis zu 20 Prozent abgewichen werden.

Es ist, so Hass, das erste Mal, dass die Norderstedter und die Bewohner von Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt ihre Wünsche zu einem Verkehrsprojekt von einer derartigen Tragweite im Internet äußern könnten. Die Vorschläge werden ab Mitte März in Workshops mit den Menschen in den Städten und Gemeinden diskutiert und weiter ausgearbeitet.

Im weiteren Verfahren werden die Kosten ermittelt. Voraussichtlich 2020 müssen dann die Kommunalpolitiker das Millionenprojekt endgültig absegnen. Vor 2025 wird der erste Radschnellweg nicht fertig sein.

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