Norderstedt
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Seniorenheim: Neuer Aufsichtsrat gefunden

„Das Haus im Park“, das Seniorenheim der Stadt Norderstedt.

„Das Haus im Park“, das Seniorenheim der Stadt Norderstedt.

Foto: Andreas Burgmayer

Nach der Affäre um den Ex-Leiter des städtischen Seniorenheims „Haus im Park“ in Norderstedt soll das Gremium für Klarheit sorgen.

Norderstedt.  In der Affäre um den ehemaligen Leiter des städtischen Seniorenwohnheims „Haus im Park“, Jörg-Martin Adler, wird nun ein neuer Aufsichtsrat für Aufklärung sorgen. Am Montag wurde das Gremium im Hauptausschuss von der Kommunalpolitik neu besetzt. Der alte Rat hatte die Arbeit niedergelegt, weil es zwischen den Vertretern unüberbrückbare Differenzen über die Behandlung der Personalie Adler gegeben haben soll.

Der 70 Jahre alte Heimleiter wird von der Stadt beschuldigt, durch falsch abgerechnete Überstunden Geld veruntreut zu haben. Adler selbst hat die Vorwürfe abgestritten und sieht sich zu Unrecht verfolgt. „Der alte Aufsichtsrat schien überfordert zu sein mit der Situation. Er hat sich zu sehr um Fragen gekümmert, die er gar nicht zu klären hat“, sagt CDU-Fraktionschef Peter Holle, der für seine Fraktion nun in den Aufsichtsrat einzieht. „Wir müssen nicht entscheiden, ob die Vorwürfe zutreffen. Das ist Aufgabe der Anwälte, eines Arbeitsgerichtes oder der Staatsanwaltschaft. Wir müssen entscheiden, was in der jetzigen Situation das Beste für das Haus ist.“

So wie die CDU schicken auch die Fraktionen von SPD (Nicolai Steinhau-Kühl), den Grünen (Marc Muckelberg) und der AfD (Christian Waldheim) ihre Fraktionschefs in den Aufsichtsrat. WiN schickt den Anwalt Marcus Brüning und die FDP den Kommunalpolitiker Klaus-Peter Schröder. „Wir setzen mit Brüning auf Sachverstand. Ich bin überzeugt, dass die Aufsichtsräte jetzt schnell für Ordnung in der Angelegenheit sorgen werden. Alle gehen unvoreingenommen an die Arbeit“, sagt WiN-Fraktionschef Reimer Rathje.