Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Wird Henry Danielski neuer Bürgervorsteher?

Der (mögliche) künftige Bürgervorsteher Henry Danielski (l.), Doris Tachezy vom Seniorenbeirat und Bürgermeister Stefan Bauer.

Der (mögliche) künftige Bürgervorsteher Henry Danielski (l.), Doris Tachezy vom Seniorenbeirat und Bürgermeister Stefan Bauer.

Foto: Hans-Eckart Jaeger

Beim Neujahrsempfang im Ratssaal in Henstedt-Ulzburg signalisierte der CDU-Mann sein Interesse für das Ehrenamt.

Henstedt-Ulzburg.  Viele Besucher im Ratssaal waren überrascht: Nicht Bürgervorsteher Mariano Córdova (WHU) trat beim Neujahrsempfang der Gemeinde Henstedt-Ulzburg als Erster ans Mikrofon, sondern sein Stellvertreter Henry Danielsky hielt die Begrüßungsrede. „Herr Córdova hat sich bei mir wegen einer schon seit zwei Wochen dauernden Erkältung abgemeldet. Es gehe ihm gar nicht gut, leider könne er nicht kommen. Ich wünsche ihm eine baldige Genesung“, sagte der 67 Jahre alte CDU-Gemeindevertreter.

Henry Danielsky, ein pensionierter Polizeibeamter, zuletzt Dozent für Verkehrsrecht bei der Hamburger Polizei, könnte recht schnell Córdovas Nachfolger werden. Die CDU hätte nämlich ein Anrecht auf das Ehrenamt, wenn vier WHU-Mandatsträger und vier bürgerliche Ausschussmitglieder, wie angekündigt, nach Gründung eines Grünen-Ortsverbandes eine eigene Fraktion bilden wollen. Die CDU wäre dann die stärkste Fraktion und könnte wohl den Bürgervorsteher stellen. „Grundsätzlich wäre ich bereit aufzurücken, ich müsste im Falle eines Falles aber erst meine Frau fragen“, sagte Danielsky.

Bürgermeister Stefan Bauer wandte sich bei seiner Neujahrsansprache ganz anderen Themen zu. „Wir werden Herkulesaufgaben bewältigen müssen“, glaubt der Verwaltungschef. Es gebe, so Bauer, „mehrere Sorgenkinder“: „Der geförderte Wohnungsbau ist ein dickes Brett, der Bedarf riesig.“ Zurzeit sehe es so aus: „Wer arbeitslos ist und die Miete nicht bezahlen kann, muss uns verlassen. Das gilt manchmal auch für Rentner mit kleiner Rente und für alleinstehende Frauen mit Kindern. Die Gemeinde ist jedoch auf dem richtigen Weg“

Die Kita-Situation sei noch nicht optimal, der Eigenbetrieb soll unter der Leitung von Björn Sumpf und Matthias Schilling jetzt richtig in Schwung kommen. 1800 Kinder müssen betreut werden. Besser gehe es dem Wirtschaftsstandort Henstedt-Ulzburg mit 3000 Unternehmen. Dieses Jahr komme als größte Firma mit 1000 Arbeitsplätzen Lebensmittel-Gigant Rewe hinzu. Aus Norderstedt habe sich zudem das Feinmechanik-Unternehmen Kreyenberg mit 200 Mitarbeitern angemeldet.

„Wir stehen vor einem interessanten, spannenden und vielseitigen Jahr 2019“, fasste der Bürgermeister zusammen.