Norderstedt
Kaltenkirchen

Gleichstellungsbeauftragte musste zum Rapport

Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause

Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause

Foto: Hanno Krause

Sabine Schaefer-Maniezki nimmt Vorwurf der „mobbinghaften Strukturen“ im Rathaus nach Gespräch mit Bürgermeister zurück

Kaltenkirchen.  Kaltenkirchens Gleichstellungsbeauftragte Sabine Schaefer-Maniezki hat ein ungemütliches Treffen mit Bürgermeister Hanno Krause hinter sich. Anlass waren ihre Äußerungen im Abendblatt über „mobbinghafte Strukturen“ im Rathaus. Krause reagierte kurz darauf öffentlich mit den Worten: „Ich bin irritiert“. In der Stadtverwaltung wurde die Äußerung Schaefer-Maniezkis als „gravierend“ bezeichnet.

In der vergangenen Woche trafen sich Krause, die Gleichstellungsbeauftragte und der Personalrat zu einem klärenden Gespräch. Zwar ist der Bürgermeister gegenüber Schaefer-Maniezki nicht weisungsbefugt, aber er ist ihr Disziplinarvorgesetzter. Während des Gesprächs habe sie ihren Vorwurf zurückgenommen, heißt es in einer Stellungnahme Schaefer-Maniezkis. Sie sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Verwaltung ihr mit Wissen von Krause Akten vorenthalten habe.

Schaefer-Maniezki möchte eine Vollzeit-Stelle haben

Im Abendblatt hatte die Gleichstellungsbeauftragte außerdem ihre Auffassung wiederholt, die Stadt müsse ihre Stelle von 19,5 Stunden auf Vollzeit anheben und damit einem neuen Landesgesetz nachkommen. Zu tun gebe es genug, hatte Schaefer-Maniezki gesagt. In Teilzeit sei die Aufgabe nicht zu bewältigen. Das Land hatte angekündigt, den Kommunen die zusätzlichen Kosten für die 39-Stunden-Woche zu erstatten. Krause hatte jedoch betont, dass er eine längere Arbeitszeit nicht für notwendig halte. Er argumentierte, dass die Gleichstellung in der Stadtverwaltung umgesetzt sei und die Stadt damit eine Ausnahmeregelung in Anspruch nehmen könne. Diese Einschätzung teilt auch die Mehrheit des Hauptausschusses, der der Stadtvertretung empfohlen hat, es bei der 19,5-Stunden-Regelung zu belassen. Der Antrag wurde mit vier Stimmen bei drei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen angenommen.

Dem Ausschuss lag eine sechsseitige Stellungnahme Schaefer-Maniezki s vor, die mit den Worten endet: „Ich fordere die Verwaltung auf, die Hauptsatzung einzuhalten! Die Aufgabe der Politik ist es, dies zu kontrollieren!“

Das letzte Wort hat jetzt die Stadtvertretung am Dienstag, 18. Dezember. Das Gremium hatte bereits im vergangenen Jahr eine Erhöhung der Stundenzahl abgelehnt. Die Sitzung im Ratssaal beginnt um 19 Uhr.