Norderstedt
Ermittlungen

Boostedter Flüchtlinge hatten Tabletten eingenommen

Die Polizei hat sich zum Stand der Ermittlungen geäußert: Ein Fremdverschulden liegt im Fall Boostedt offenbar nicht vor. (Symbolfoto)

Die Polizei hat sich zum Stand der Ermittlungen geäußert: Ein Fremdverschulden liegt im Fall Boostedt offenbar nicht vor. (Symbolfoto)

Foto: imago stock&people / imago

Im November hatten Flüchtlinge der Landesunterkunft Boostedt Vergiftungserscheinungen. Polizei äußert sich zu Stand der Ermittlungen.

Boostedt.  Im Fall der Flüchtlinge in der Landesunterkunft Boostedt, die im November mit Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden waren, hat die Polizei sich nun zum Stand der Ermittlungen geäußert. Der Hinweis auf eine Person, die giftige Substanzen in den Umlauf gebracht haben soll, konnte trotz intensiver Ermittlungen der Kriminalinspektion Bad Segeberg nicht konkretisiert werden. Ein Fremdverschulden liegt offenbar nicht vor. Es gebe wohl keinen Unbekannten, der giftige Substanzen herstellt oder in Umlauf bringt, die Flüchtlinge einnehmen, um ihre Abschiebung zu verhindern. In den Vernehmungen der Männer habe sich herausgestellt, dass sich mehrere Bewohner durch die Einnahme von Tabletten oder mittels anderer Methoden gesundheitliche Schäden zugefügt haben. Zu diesem Zeitpunkt stand den Personen jeweils eine zeitnahe Rückführung bevor. In allen weiteren Fällen führten krankheitsbedingte Ursachen zu den Notfällen.