Norderstedt
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Keine Knöllchen mehr für Hebammen im Einsatz

Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und die CDU-Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann in der Hebammenpraxis Norderstedt.

Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und die CDU-Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann in der Hebammenpraxis Norderstedt.

Foto: CDU Norderstedt

Fachkräftemangel auch bei Hebammen. Stadtpräsidentin Oehme und Landtagsabgeordnete Rathje-Hoffmann beim Besuch in der Hebammenpraxis.

Norderstedt.  Wer in Norderstedt eine Hebamme braucht, der sollte sich gleich nach Feststellung der Schwangerschaft um eine bemühen – sonst könnte es eng werden. Der Fachkräftemangel hat auch die Hebammen erreicht. „Frauen gehen immer öfter leer aus“, sagt Hebamme Anne Roth von der Hebammenpraxis Norderstedt. Längst nicht alle können während und nach der Schwangerschaft fachkundig betreut werden.

Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und die Norderstedter Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann wollten bei einem Besuch in der Hebammenpraxis mehr über die Probleme der Geburtshelferinnen erfahren. In der Norderstedter Hebammenpraxis haben sich zehn Fachfrauen zusammengeschlossen. Aktuell klagen die Frauen über ein zusätzliches Problem: „Unsere Arbeit würde schon sehr erleichtert werden, wenn wir im Notfalleinsatz nicht mehr laufend Knöllchen wegen Falschparkens erhielten. Wir wünschen uns die gleichen Rechte wie Ärztinnen und Ärzte, die über eine Notfallparkerlaubnis verfügen.“ Oehme und Rathje-Hoffmann reagierten und trugen das Thema in die Fraktion. Im Hauptausschuss wurde nun ein Prüfauftrag der CDU angenommen. Die Stadt muss die rechtlichen Voraussetzungen für eine Park-Ausnahmegenehmigung für Hebammen klären. Geplant ist, dass Hebammen bei Vorlage eines Tätigkeitsnachweises einen Parkausweis bekommen. Der berechtigt sie während der Einsatzzeiten auf Bewohnerparkplätzen, im eingeschränkten Halteverbot und kostenlos und zeitlich unbegrenzt im Bereich von Parkscheinautomaten oder Parkscheibenregelungen zu parken. Oehme betont: „So etwas gibt es bereits in anderen Städten, warum sollte es so etwas nicht auch in Norderstedt geben?“