Norderstedt
Veranstaltungskritik

Am Ende war das Publikum in Norderstedt ganz beseelt

Die Christus-Kantorei, Solisten und Orchester erhielten viel Applaus für ihre Darbietung.

Die Christus-Kantorei, Solisten und Orchester erhielten viel Applaus für ihre Darbietung.

Foto: Heike Linde-Lembke

Kantorei der Garstedter Christuskirche führte mit Solisten und Orchester das Requiem von Mozart auf. Paul Fasang leitete Aufführung.

Norderstedt.  Es wurde wahrlich zum Gebet der Lebenden für die Toten. Die Kantorei der Garstedter Christuskirche führte mit Solisten und Orchester unter der Leitung von Kantor Paul Fasang das Requiem von Mozart in der ausverkauften Christuskirche auf.

Es ist ein machtvolles Werk voll Tiefgang, Inbrunst und voluminösem Chor- und Orchesterklang, in den die Sopran-, Alt-, Tenor- und Bass-Soli als stimmliche Solitäre Akzente setzen. Sopranistin Linda Joan Berg, Altistin Stephanie Klein, Tenor Stephan Zelck und vor allem Bass Andreas Heinemeyer sangen ihre Partien trotz aller Emphase mit sublimer Stimmführung. Eine besondere Leistung legte die Christus-Kantorei vor. Die Chor-Partien des Mozart-Requiems zeichnen sich durch einen komplizierten Sprach-Rhythmus aus, den die mehr als 70 Laien-Sängerinnen und -Sänger mit Bravour meisterten.

Das Publikum verließ beseelt die Kirche

Kantor Paul Fasang leitete die Aufführung mit klaren Gesten und voll Verve. Zuvor jedoch stimmte er, begleitet von Streichern, mit dem Klavierkonzert in d-Moll von Johann Sebastian Bach auf Mozarts gefühlvolles Requiem ein und zeigte mit seinem Spiel deutlich die Gegensätze der beiden Komponisten, indem er dem Bachschen Klangbild aufs Feinste folgte. Nahezu beseelt verließ das Publikum die Kirche.