Norderstedt
NZ-Regional

Wer einen E-Parkplatz blockiert, muss 10 Euro zahlen

Je mehr Standorte für E-Ladesäulen in der Stadt ihren Betrieb aufnehmen, desto mehr muss das Ordnungsamt darauf achten, wer vor den Säulen parkt. Denn sobald entsprechende Schilder auf die Besonderheit der Fläche hinweisen, gilt: Nur Elektrofahrzeuge dürfen dort abgestellt werden. Für alle anderen Autos handelt es sich sozusagen um Sperrgebiet. „Es handelt sich dann um eine Falschnutzung der Parkfläche und wird mit einem Ticket bedacht“, sagt Bernd-Olaf Struppek, Sprecher der Stadt Norderstedt.
Das Bußgeld ist jedoch am unteren Limit: 10 Euro. Zum Vergleich: Wer unbefugt einen Behindertenparkplatz belegt, zahlt 35 Euro und riskiert zudem, abgeschleppt zu werden. Letzteres wiederum ist im Falle der E-Ladesäulen kaum zu befürchten. Struppek: „Losgelöst von den E-Mobilen wird nur dort abgeschleppt, wo die öffentliche Sicherheit gefährdet ist oder eine Verkehrsgefährdung vorliegt.“ Das sei zumindest bisher Usus.
Grundsätzlich haben Kommunen einen Spielraum, inwieweit sie derartige Verstöße ahnden. Die Hansestadt Hamburg etwa schleppt in der Regel falsch geparkte Benzin- und Dieselfahrzeuge ab.