Norderstedt
Kaltenkirchen

Die Stadtgeschichte lebt wieder auf

Gerhard Braas (links) erforscht die Geschichte der Stadt und arbeitet gemeinsam mit Hans-Werner Berens im Trägerverein der Gedenkstätte

Gerhard Braas (links) erforscht die Geschichte der Stadt und arbeitet gemeinsam mit Hans-Werner Berens im Trägerverein der Gedenkstätte

Gerhard Braas lädt zu Führungen und Vorträgen ein und berichtet aus der Historie Kaltenkirchens. Er hat sein neues Programm vorgestellt.

Kaltenkirchen.  Die Geschichte Kaltenkirchens lässt Gerhard Braas nicht los. In Archiven und in der Fachliteratur entdeckt der Historiker und Lehrer immer wieder neue, bislang unbekannte Geschichten aus der Vergangenheit seiner Heimatstadt. Braas lässt gern die Kaltenkirchener an seiner Arbeit teilhaben und hat jetzt sein Vortragsprogramm bis zum Ende des Jahres vorgestellt.

Beim „Tag des Friedhofs“ am Sonnabend, 15. September, trägt Gerhard Braas mit einer Führung zum umfangreichen Programm bei. Zweimal wird er seinen Gästen die Kriegsgräber des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft vorstellen und erläutern.

„Dabei wird die Kaltenkirchener Stadtgeschichte auf engstem Raum lebendig, es werden auch bisher völlig unbekannte Kapitel und Ereignisse von mir erzählt“, verspricht Braas. „Es geht um drei Lager in und um Kaltenkirchen in zwei Kriegen, um Gefangenschaft, Hunger, Zwangsarbeit und Verbrechen.“ Auch für Fragen und Diskussionen steht er zur Verfügung. Die erste Führung ist um 11.30 Uhr geplant, die zweite um 14.30 Uhr. Treffpunkt ist die Kreuzkapelle.

24. Oktober: Kaltenkirchen im Ersten Weltkrieg

Am Mittwoch, 24. Oktober, stellt Braas in der VHS, Bahnhofstraße 3–5, seine neuen Forschungsergebnisse vor. „Kaltenkirchen im Ersten Weltkrieg 1914–1918: Spuren der Heimatfront vor 100 Jahren“ lautet der Titel des Vortrags, der um 19 Uhr beginnt.

„Für den Vortrag, der ein Ergebnis meiner mehrjährigen Forschungen zur Regionalgeschichte ist, habe ich eine Vielzahl alter Bilder aus Kaltenkirchen zusammengestellt“, sagt Braas.

Drei Tage später, am Sonnabend, 27. Oktober, führt Braas seine Gäste bei einem Rundgang zu den unbekannten Spuren des Ersten Weltkriegs. Der Spaziergang durch Kaltenkirchen, der um 15 Uhr beginnt, wird etwa zweieinhalb Stunden dauern.

8. November: Kriegspropaganda und Finanzgebaren

Für die Doppelveranstaltung ist eine Anmeldung bei der Volkshochschule unter Telefon 04191/917 60 erforderlich, der Eintritt kostet insgesamt acht Euro. „Mein gesamtes Honorar geht an den Trägerverein der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch“, kündigt Braas an.

Um Kriegspropaganda, Finanzgebaren und um Heldenverehrung geht es am Donnerstag, 8. November, von 20 Uhr an in der Michaelishaus. Braas und Pastor Tillmann Fuß laden zu einem Vortrags- und Gesprächsabend über den Ersten Weltkrieg ein. „Auch im Ersten Weltkrieg war die Kirchengemeinde tief in die Geschehnisse des Krieges verwickelt“, sagte Braas. Fuß wird das kirchengeschichtlich und theologisch betrachten.