Norderstedt
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Eine Silvester-Show im Spätsommer

Stelzenläufer, Laser- und Feuershow unterhielten die Zuschauer

Stelzenläufer, Laser- und Feuershow unterhielten die Zuschauer

Foto: Burkhard Fuchs

Mehrere Tausend Besucher kamen zu den sechsten Pyro-Games in den Stadtpark. Es gab drei Lichtblitze-Shows, choreografiert zu Musik.

Norderstedt.  Zum sechsten Mal lieferten sich preisgekrönte Pyrotechniker im Norderstedter Stadtpark einen Wettbewerb um das beste Feuerwerk. Schon um kurz nach 17 Uhr bildeten sich vor dem abgesperrten Eingang in Höhe des Strandbades lange Besucherschlangen. Am Ende waren es nach Angaben des Veranstalters gut 4000 Besucher, die staunend und applaudierend die drei knallbunten Lichtblitze-Shows verfolgten, die jeweils genau choreografiert zu Musikklängen den Norderstedter Nachthimmel stimmungsvoll zum Leuchten brachten.

Wer den größten Beifall erhielt, errang den Tagessieg. Das war in diesem Jahr Mark Schmidt aus Wettin bei Halle, der gleich mit dem ersten Feuerwerk, untermalt von Dancefloor- und Musik aus dem Film „Fluch der Karibik“, die Zuschauer begeisterte. „Das Timing des Feuerwerks zu der Musik ist das Wichtigste bei einem solchen Feuerwerk“, sagte der Pyrotechniker aus Sachsen-Anhalt, der seit 20 Jahren im Geschäft ist, kurz vor seinem spektakulären Auftritt im Norderstedter Stadtpark. Jeder Lichteffekt, jede Leuchtfontäne müsse genau zum Takt und Rhythmus der Klänge passen. Damit Feuerwerk und Akustik zu einer Licht-Symphonie verschmelzen, werde das Zünden der einzelnen Feuerwerkskörper in dieser zwölfminütigen Lichtershow Tage vorher am Computer programmiert.

Regen macht Feuerwerk nichts aus, Wind ist schlimmer

Zuschauer wie die Norderstedterin Helga Schröder, die es sich mit ihrem Freund auf einer Parkbank gemütlich gemacht hatte, waren jedenfalls begeistert. „Wir sind zum dritten Mal hier. Es ist immer wieder schön.“

Veranstalter Andreas Oberg aus Magdeburg kommt gerne nach Norderstedt. Mit den Pyro-Games tourt er seit Juni und noch bis Ende Oktober durch 19 Städte. Norderstedt und Eutin (27. Oktober) sind die nördlichsten Schauplätze dieser inszenierten Feuerwerkshows. „Endlich ist es mal trocken in Norderstedt“, freute sich Oberg über optimale Wetterverhältnisse. Regen mache dem Feuerwerk im Gegensatz zum Wind zwar nichts aus, aber ohne sei es natürlich besser für die Zuschauer.

Warum das Feuerwerk auf der Anhöhe des Parks hinter dem Freibad stattfinden musste und nicht etwa über dem großen See explodieren konnte, erklärte der spätere Drittplatzierte Mathias Kürbs aus Dresden: „Der Abschusspunkt muss sicher stehen. Das geht auf einem Schwimmponton nicht. Der würde dem Druck nicht standhalten.“