Norderstedt
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Wie der Papierkram schnell erledigt wird

Laura muss sich nach ihrem Umzug innerhalb von zwei Wochen ummelden

Laura muss sich nach ihrem Umzug innerhalb von zwei Wochen ummelden

Foto: VZSH

Die Verbraucherzentrale gibt jungen Leuten Tipps für die ersten Schritte in die Selbstständigkeit – heute: Behördengänge.

Norderstedt.  Laura hat ihre erste eigene Wohnung bezogen. Jetzt muss die 18-Jährige noch die Behördengänge abhaken. Darum geht es in Folge sieben unserer Serie, in der die Verbraucherzentrale jungen Leuten Tipps auf dem Weg in die Selbstständigkeit gibt.

Schnell erledigt: die Ummeldung. Nach dem Umzug hat Laura zwei Wochen Zeit, um bei der Stadtverwaltung ihre neue Adresse anzugeben und somit ihren neuen Erst- oder Zweitwohnsitz festzulegen. Wenn Laura zum Einwohnermeldeamt geht, hat sie natürlich ihren Personalausweis dabei und dazu die sogenannte Wohnungsgeberbestätigung. Diese bekommt sie vom Vermieter, der darin exakt angibt und bestätigt, wer an welchem Tag in seine Wohnung gezogen ist. Ein Mietvertrag als Nachweis reicht bei der Behörde leider nicht aus. Die einseitige Vorlage für so eine Bestätigung lässt sich einfach herunterladen, zum Beispiel auf der Internetseite der Stadt oder Gemeinde.

Der Behördengang: In vielen Städten kann man vorab online Termine (mit exakter Uhrzeit!) für die Ummeldung vereinbaren. So fällt vor Ort die Wartezeit weg. Laura kann auch direkt zur Meldebehörde gehen, eine „Nummer“ ziehen und warten, bis sie zu einem freien Schalter gerufen wird. Währenddessen füllt sie schon Mal den Meldeschein aus. Den erhält sie beim Amt oder vorab als Download aus dem Internet. In vielen Behörden gibt der Sachbearbeiter ihre Daten direkt ins System ein, sodass Laura nur noch das ausgedruckte Exemplar des Meldescheins unterschreiben muss. Jetzt bekommt sie noch eine Meldebestätigung sowie einen neuen Adressaufkleber auf der Rückseite ihres Personalausweises – fertig! Zum Glück kostet die Ummeldung keinen Cent. Gebühren fallen nur an, wenn sie ihre neue Adresse auch im Fahrzeugschein vermerken lassen möchte.

Rundfunkbeitrag: voll zahlen oder nicht? Laura ist volljährig und lebt in ihrer eigenen Wohnung, damit kommt sie um den monatlichen Beitrag von 17,50 Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht herum. Die Anmeldung funktioniert online, das Formular dazu findet sie unter www.rundfunkbeitrag.de. Von den Gebühren befreit werden kann nur, wer Unterstützung bekommt, also zum Beispiel BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld nach SGB III.